Wie Bürgermeister Christian Behringer in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Grafenhausen mitteilte, wurde für den kommunalen Waldkindergarten eine neue Leiterin gefunden. Wegen einer längeren Kündigungsfrist an ihrer derzeitigen Wirkungsstätte, könne sie die Stelle erst im Herbst antreten.

Am 1. April 2021 nahm der Waldkindergarten in Grafenhausen den Betrieb auf. Zusätzlich zum bestehenden katholischen Kindergarten St. Bernhard wird seither eine alternative Erziehungsform für Kinder ab 2,9 Jahren angeboten. Die Idee, das pädagogische Angebot in Grafenhausen um diesen Baustein zu erweitern, stammte von Jeanette Kaiser aus Birkendorf, Erzieherin und Fachlehrerin.

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Jeanette Kaiser hatte von ihrer Idee nicht nur den Gemeinderat, sondern auch viele Eltern überzeugt. „Der Schwerpunkt basiert unter anderem auf gemeinsamem Erleben und Handeln gemäß den gesetzten Leitsätzen „Gemeinsam statt einsam – voneinander miteinander lernen“, erklärte Jeanette Kaiser damals. Die Lust nach Abenteuer gehöre zum Waldkindergarten dazu. Jeder Tag gestalte sich anders. Die Form der Pädagogik stehe nach den Worten von Kaiser jedoch nicht für „wir sind grenzenlos“. Die Einrichtung gebe den Kindern vor allem auch Strukturen mit auf den Weg.

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Unter ihrer Leitung sowie unter Mitwirkung der Erzieherinnen Linda Mietz und Karin Faller hat sich der Kindergarten gut entwickelt. Begonnen hatte der Betrieb mit fünf Kindern. Seit Februar 2022 sind es 13 Kinder. Mit Beginn des neuen Kindergartenjahres im September werde die Einrichtung mit 20 Kindern voll belegt sein. „Ein voller Erfolg“, betonte Christian Behringer.

Die personelle Situation hat sich nun mit dem Weggang von Jeanette Kaiser geändert. Wie Behringer sagte, sei er von der Kündigung „völlig überrascht“ worden. Wie er im Gemeinderat informierte, konnte eine neue Leiterin aus der Region eingestellt werden. Da diese aber seit mehr als zehn Jahren in ihrem derzeitigen Kindergarten beschäftigt sei, bestehe eine längere Kündigungsfrist.

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Somit könne sie ihre Tätigkeit in erst nach den Sommerferien aufnehmen. Bis zu diesem Zeitpunkt werden die beiden Erzieherinnen Linda Mietz und Karin Faller (zusammen wie bisher 1,2 Stellen) mehr Verantwortung übernehmen. Unterstützt werden sie dabei seit Mitte März von Carina Greiner und seit Anfang April von Erzieherin Claudia Isecke (beide auf 450 Euro Basis).

Weiterhin stehen als Aushilfen Claudia Friedrich und Meriem Igrahm (verlässliche Grundschule und Nachmittagsbetreuung) zur Verfügung. Zusätzlich soll noch eine Erzieherin befristet bis zum 31. Juli eingestellt werden.