„Wir haben es geschafft, Grafenhausen gehört zu den fünf Schwerpunktgemeinden im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum in Baden-Württemberg, die im Regierungsbezirk Freiburg liegen“, freut sich Bürgermeister Christian Behringer. Damit honoriert die Landesregierung die mit intensiver Bürgerbeteiligung aufgestellten kommunalen Entwicklungskonzepte. Neben den üblichen Zuschüssen, die sich zwischen 30 und 50 Prozent bewegen, erhalten private Investoren zehn Prozent zusätzlich.

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Drei von fünf neuen Schwerpunktgemeinden im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) in Baden-Württemberg liegen im Regierungsbezirk Freiburg: Grafenhausen (Landkreis Waldshut), Hornberg (Ortenaukreis) und Kandern (Landkreis Lörrach). Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer hat diese Entscheidung des Ministeriums für Ländlichen Raum begrüßt: „Mit der Anerkennung als Schwerpunktgemeinden eröffnen sich große Chancen für die Verbesserung der Lebens- und Wohnqualität im ländlichen Raum. Damit honoriert die Landesregierung die mit intensiver Bürgerbeteiligung aufgestellten kommunalen Entwicklungskonzepte der drei Gemeinden.“

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Diese können nun in den nächsten fünf Jahren mit den Fördermitteln des Landes zukunftsweisende private und öffentliche Investitionen anstoßen. Die Verbesserung der Wohnsituation steht im Vordergrund. Die Schwerpunktgemeinden können sich in den nächsten fünf Jahren über einen um zehn Prozentpunkte erhöhten Fördersatz bei gemeinwohlorientierten Projekten sowie über einen Fördervorrang in den ELR-Jahresprogrammentscheidungen freuen. Notwendig sind dazu noch Zielvereinbarungen zwischen den Schwerpunktgemeinden und den Regierungspräsidien als Bewilligungsbehörde, die einen Förderrahmen festlegen. In den kommenden Wochen werde das Regierungspräsidium in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Grafenhausen Zielvereinbarungen sowie den Förderrahmen für den Anerkennungszeitraum 2021 bis 2025 festlegen.

Der Antrag der Gemeinde Grafenhausen enthält zahlreiche Vorschläge und Ideen, wie und wo bestehende Bausubstanz modernisiert oder umgenutzt werden kann. Bürgermeister Christian Behringer und sein Gemeinderat knüpfen nach den Worten der Regierungspräsidentin mit dem Entwicklungskonzept an die im Kernort bereits laufende Städtebauförderung an, die ähnliche Ziele verfolgt. Geplant ist, die Fördermöglichkeiten für private Projekte im Bereich Wohnen auf alle Ortsteile auszuweiten.

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Der Bürgermeister rief auf Nachfrage dieser Zeitung in Erinnerung, dass Grafenhausen in die Städtebauförderung aufgenommen wurde. Bereits im Februar hat der Gemeinderat das Sanierungsgebiet „Ortsmitte“ in einer Satzung festgeschrieben, die vorbereitenden Untersuchungen durch das beauftragte Planungsbüro STEG Stadtentwicklung GmbH wurden bereits abgeschlossen. Der beantragte Förderrahmen summiert sich auf knapp 3,4 Millionen Euro. Ziel der städtebaulichen Maßnahmen ist eine Belebung des Ortszentrums mit Erhalt und Ausbau der Infrastruktur. Möglich ist auch die Förderungen von privaten Baumaßnahmen. Gelder fließen allerdings nur im Sanierungsgebiet „Ortsmitte“.

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