Wilfried Dieckmann

Der Gemeinderat Grafenhausen will der steigenden Nachfrage nach anonymer Urnenbestattung Rechnung tragen. Auf einer Grünfläche im unteren Bereich der Friedhofsanlage soll ein Urnengemeinschaftsfeld entstehen, auf dem Urnen beigesetzt werden können.

Auf einer Art Säule, die vom Grafenhausener Steinbildkünstler Ralf Rosa geschaffen werden soll, werden die Namen der in diesem Bereich Beigesetzten auf kleinen Tafeln angebracht. Das Urnengrab selber wird nicht gekennzeichnet.

Mehrere Themenbereiche in Diskussion

Mehrere Themenbereiche wurden bei der jüngsten Besichtigungstour des Gemeinderats auf dem Friedhof Grafenhausen angesprochen. Im Vordergrund stand die Diskussion, ein anonymes Urnengrabfeld anzulegen, das auf einer parkähnlichen Grünfläche des Friedhofs entstehen soll. Zum Vor-Ort-Termin hatten sich Bürgermeister Christian Behringer und Bauhofleiter Michael Lüber mit Mitgliedern des Gemeinderats auf dem Friedhof getroffen.

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Wie Bauhofleiter Michael Lüber berichtete, könnte ein anonymes Urnengrabfeld, das auf der Grünfläche im parkähnlichen Ruhebereich angelegt werden soll, entstehen. Im Gegensatz zur allgemeinen Urnenbeisetzung in Erdgräbern oder in den aufgestellten Stelen werde nicht kenntlich, an welcher Stelle die Beisetzung erfolgte. Die Namen mit Geburts- und Sterbedatum sollen an einer Säule mittels kleiner Metalltafeln angebracht werden.

Kunstwerk für die Namen der Verstorbenen

Als Standort des etwa zwei Meter hohen Kunstwerks kann sich das Ratsgremium einen Platz zwischen zwei bestehenden Bäumen vorstellen. Die ersten Vorschläge wurden von dem Steinbildkünstler vorgelegt. Vom Bauhof wird für das gesamte Bestattungsfeld ein Flächenraster für etwa 30 Urnen angelegt.

Im unteren Friedhofsbereich vor der Kirche wurden zwischenzeitlich schon einige Einzelgräber abgeräumt, weil die Liegezeiten von 25 Jahren abgelaufen sind. Betroffen sind die ersten fünf Grabreihen. Bestehen bleiben in dem Bereich jedoch vorhandene Doppelgräber, bei denen die Ruhezeiten noch nicht abgelaufen sind.

Die entstehenden Freiflächen sollen zur besseren Pflege mit Gras eingesät werden. Das Gelände soll aber nach den Erläuterungen des Bauhofleiters vorher ebener gestaltet werden. „Das Gefälle sollte nicht mehr so stark sein“, sagte Bauhofleiter Michael Lüber. Wie das Gelände schlussendlich gestaltet wird, soll vom Gemeinderat erst im Herbst nach einer weiteren Begehung festgelegt werden. Später kann diese Fläche für Erdbestattungen genutzt werden. In den nächsten fünf Jahren wird dies jedoch nicht der Fall sein, weil im hinteren Friedhofsbereich noch genügend solcher Flächen zur Verfügung stehen.