Schenkt man den Experten des Naturschutzbundes Nabu Glauben, dann gilt der Regenwurm als eines der stärksten Tiere der Erde. Zumindest im Verhältnis zu seiner Körpergröße. Im 16. Jahrhundert hieß der Regenwurm noch „reger Wurm“, weil er ständig arbeitet und frisst.

Regenwürmer graben und graben: Der Fußballplatz ist deshalb immer wieder unbespielbar.
Regenwürmer graben und graben: Der Fußballplatz ist deshalb immer wieder unbespielbar. | Bild: Wilfried Dieckmann

Zur Freude vieler Gartenbesitzer lockert er den Boden auf und produziert dabei Dünger, der zu den besten der Welt gehört. Eine Tatsache, die Daniel Stritt, Vorsitzender des Sportvereins Grafenhausen (SVG), voll und ganz bestätigen kann. Besonders beeindrucken ihn die Kräfte der Tiere. Auf dem Rasenplatz des SVG sind genau diese starken Würmer am Werk und machen den Platz bereits seit Wochen unbespielbar.

Die Gegenmaßnahme

Wie ist das möglich? Besonders in der Nacht ziehen diese Tiere Pflanzenmaterial von der Erdoberfläche in ihre unterirdischen Wohnstuben. Hier wird es durch den Verdauungstrakt zu Kot-Humus verarbeitet und in kleinen Haufen wieder an die Oberfläche transportiert. Um der Regenwurmplage Herr zu werden, wurde der Rasenplatz in dieser Woche von Rudolf Rosa bereits zum zweiten Mal komplett gewalzt. Der SVG Vorsitzende hofft, dass diese Aktionen von Erfolg gekrönt sein werden.