Werner Steinhartwaldshut.redaktion@suedkurier.de

„Es war eine sehr, sehr gute und perfekte Abschlussprobe.“, lobte der Gesamtkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Ühlingen-Birkendorf Oliver Kraus die Obermettinger und Untermettinger Abteilungen für ihr gezeigtes Können. Dass die beiden Feuerwehrabteilungen in der Bevölkerung eine große Akzeptanz besitzen, zeigte sich an der überaus großen Besucherzahl bei der Abschlussprobe der Einsatzkräfte. Das herrliche warme Wetter tat dazu noch sein Übriges.

Schwerstarbeit: Mit Spreizer und Schere musste der Verletzte von der Obermettinger Feuerwehr aus dem verunglückten Auto befreit werden.
Schwerstarbeit: Mit Spreizer und Schere musste der Verletzte von der Obermettinger Feuerwehr aus dem verunglückten Auto befreit werden. | Bild: Werner Steinhart

Es war die erste Herbstabschlussprobe nach drei Jahren Corona und die Feuerwehrleute freuten sich, ihr Können und Wissen wieder vorzeigen zu dürfen. Obermettingens Abteilungskommandant Andreas Erne sprach von einer unkonventionellen Abschlussprobe: Es ging um Personenrettung nach einem Verkehrsunfall.

Das Szenario der Übung

Es wurde ein Szenario angenommen, das jederzeit eintreffen kann: Ein mit überhöhter Geschwindigkeit fahrendes Auto, von Eggingen kommend, stieß in der Ortsmitte mit einem Holztransporter von Mauchen kommend zusammen. Der Fahrer wurde eingeklemmt, war aber ansprechbar. Die Obermettinger Wehr war direkt vor Ort und übernahm die Personenrettung. Dazu war man auf „ein Leihfahrzeug, ein HLF 10 aus Birkendorf, angewiesen, das über einen Rettungssatz mit Schere und Spreizer verfügt“, so Kraus. „Es ist wichtig, dass alle Abteilungen mit diesem Material umgehen können“, führte der Gesamtkommandant weiter aus.

In Bereitschaft: Die Untermettinger Wehr war für den Brandschutz zuständig.
In Bereitschaft: Die Untermettinger Wehr war für den Brandschutz zuständig. | Bild: Werner Steinhart

Und die Obermettinger hatten keine Mühe, mit diesen Gerätschaften umzugehen. Die inzwischen eingetroffene Wehr aus Untermettingen war für den Brandschutz verantwortlich – mit Wasserentnahme aus dem 100 Meter entfernten Hydranten. Daniel Blattert erklärte den zahlreichen Besuchern das Geschehen und zeigte am Ende der Übung den Kindern dann noch die einzelnen Gerätschaften.

„Es ist für Feuerwehren immer eine schwierige Situation, bei Verkehrsunfällen helfen zu müssen, Verletzte zu retten“, sagte Gesamtkommandant Oliver Kraus. Er war mit der Abschlussprobe mit diesem Szenario höchst zufrieden und betonte: „Schafft wie heute, dann kann nichts passieren.“ Lob kam auch von Bürgermeister Tobias Gantert. Er betonte, dass es nichts nütze, wenn Gelder in die Feuerwehr investiert werden, wenn nicht Männer und Frauen aktiv dabei seien, die viel ihrer Freizeit opfern für die Sicherheit der Bürger. Dank kam auch von Obermettingens Ortsvorsteher Norbert Ebi. Er hoffe, dass in absehbarer Zeit auch für die Obermettinger Wehr ein neues Fahrzeug angeschafft werde, denn: „Gute Leute brauchen auch gute Fahrzeuge.“ Untermettingens Abteilungskommandant Sven Hainke lud für 2023 ein: „Nächstes Jahr sehen wir uns in Untermettingen.“

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