Der Breitbandausbau in Grafenhausen verschlingt hohe Summen. Für den jüngsten Bauabschnitt, der mit rund 1,4 Millionen Euro zu Buche schlägt, hat die Gemeinde vom Bund bereits 695.650,52 Euro erhalten. Im Rahmen einer Videokonferenz hat Digitalisierungsminister Thomas Strobl an Bürgermeister Christian Behringer nun einen weiteren Landes-Zuschussbescheid in Höhe von 529.988 Euro digital übergeben. „Wenn alles gut läuft, können wir den Breitbandausbau spätestens im nächsten Jahr abschließen“, meinte der Rathauschef dazu.

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Dem politischen Ziel, jedem Gebäude in Grafenhausen einen Breitbandanschluss bieten zu können, wird die kleine Schwarzwaldkommune in diesem Jahr damit ein großes Stück näherkommen. Der Startschuss für weitere Bauabschnitte erfolgte bereits Anfang Dezember. An das Breitband angeschlossen werden sollen neben der Straße In der Briese auch die Ortsteile und Weiler Amertsfeld, Dürrenbühl, Balzhausen, Ebersbach sowie der Schlüchtseehof, der Zeltplatz und der Sportplatz.

Rund 3,3 Millionen Euro investiert

Die Gesamtkosten für die geplanten Teilbereiche summieren sich auf knapp 1,3 Millionen Euro. Gemäß dem Bescheid der Bundesförderung werden mit knapp 700.000 Euro 50 Prozent der Gesamtkosten und weitere 40 Prozent vom Land Baden-Württemberg übernommen. Die restlichen zehn Prozent müssen von der Kommune selbst gestemmt werden. Insgesamt wurden in Grafenhausen bisher rund 3,33 Millionen Euro investiert.

Digitale Lebensversicherung

Im Rahmen einer Videokonferenz, an der Bürgermeister Christian Behringer am Montagnachmittag teilnahm, hat Digitalisierungsminister Thomas Strobl den Zuschussbescheid an die Gemeinde Grafenhausen überreicht. Wie der Minister in Erinnerung rief, wurden seit 2016 vom Land rund 1,12 Milliarden Euro an Zuschussgeldern in den Breitbandausbau investiert. Der Anschluss der einzelnen Kommunen im Kreis Waldshut wurde erst durch die Verlegung der 382 Kilometer langen Backbone-Leitung durch den gesamten Landkreis möglich. Sie ist eine grundlegende Voraussetzung, die von den verantwortlichen Politikern als digitale Lebensversicherung für den Landkreis Waldshut und die Kommunen angesehen werden kann.