Nach langer Pause hat es wieder Gelächter, Musik und Applaus in der Schwarzwaldhalle in Grafenhausen gegeben. Die Schrillen Fehlaperlen, ein Damen-Comedy-Quartett mit Gitarrist, sorgte für ausgelassene Stimmung beim Publikum. Die Narrenzunft Galgenvögel hatte die singenden Comedians für einen Auftritt in Grafenhausen gewinnen können. Dank Bewirtung und Bar im Freien herrschte von Anfang an gute Stimmung in der gut besuchten Schwarzwaldhalle. So sprang der Funke dann auch von der ersten Minute an von den Schrillen Fehlaperlen auf ihr Publikum und umgekehrt über.

Tine Riester, Babs Röck, Bianca Henkel, Karin Daikeler und an der Gitarre Ferdi Riester rissen vom ersten fetzig-rockigen, umgetexteten Udo-Jürgens-Lied „In diesem ehrenwerten Haus“ das Publikum zu Lachsalven und begeistertem Mitklatschen hin. Beeindruckend waren die umarrangierten und mit humorvollen neuen Texten versehen Lieder, die Ferdi Riester mit der Gitarre interpretierte. Dazu hatten die Damen die für jeden Song angepassten witzig-schrillen Kostüme parat. Allein diese sorgten schon für viel Gelächter bei den Zuschauern.

Unter dem Motto „Friede, Freude, Pustekuchen“ nahm das Quintett augenzwinkernd und frech die Themen um Frauen, Männer, Partnerschaft und sonst noch einiges Alltägliches aufs Korn. „Warum gibt es keinen Mann bei Amazon oder Zalando, den man sich bestellen kann“, war die Frage, da es doch (fast) alles im Internet gibt. Mit der Retoure gäbe es da aber auch Probleme. Midlife-Crisis, die Rundungen der Damen, Reisen, um den Traummann zu finden, und das tragische Thema Partnerschaft wurden mit viel Witz und auch Selbstironie besungen.

Tine und Ferdi Riester nahmen dann auch ihre Ehe ins Visier. Vor der Ehe – in der Ehe, mit dem Resümee „Wehe, wehe, wehe, hüt‘ dich vor der Ehe“. Auch allzu Menschliches wie das Lüftle mit Geschmäckle vom rückwärtigen Ende des Körpers wurde witzig frech besungen und sorgte nach der Pause für wahre Lachsalven beim Publikum. Die Umziehpausen der Damen füllte Ferdi Riester mit seiner Gitarre und humorvollem Blick auf das Leben aus Männersicht. Die Bildung aus dem Internet mit makaberer Pointe oder „Männer im Baumarkt“, eine eigene Variation des Reinhard-May-Lieds „Über den Wolken“, sorgten für viel Gelächter.

Gut eineinhalb Stunden boten die Künstler einen wahrlich bunten Strauß an Comedy-Gesang in schönstem Schwäbisch mit Garantie für intensives Lachmuskeltraining. Am Ende gab es begeisterten Applaus und nach zwei Zugaben entließ das gut unterhaltene Grafenhausener Publikum nur ungern die Schrillen Fehlaperlen wieder von der Bühne.