Sieben Jahre nach seiner Eröffnung bekommt der Stiegele-Chatzen-Weg in Ühlingen einen neuen Einstieg. Der bisherige Pfad beginnt an der Treppe rechts der Kirchstraße. Ein Teilstück verläuft über die Grundstücke von Felix Rüde und Lena Galdobin, die dort ihr Eigenheim bauen möchten, und die von Egon und Cornelia Mülhaupt. Guter Rat war teuer. „Mer mue schwätze mit de Lüt“, beschloss Ortsvorsteher Klaus Müller.

Das Gespräch mit den Grundstückseigentümern brachte dank deren Entgegenkommen eine gute Lösung, für die der Ortschaftsrat dankbar ist. Künftig soll die alte Zufahrt vom Leo-Villinger-Weg zum Weiher im Krummen statt des bisherigen Zugangs genutzt werden. Rüde und Mülhaupt erklärten sich bereit, statt die Übergangsrechte zu gewähren, die nötigen Teilstücke nördlich der Grundstücke an die Gemeinde zu verkaufen.

Der Chatzen-Weg ist auch Verbindungsweg vom Wohngebiet „Im Holz“ zur Ühlinger Dorfmitte.
Der Chatzen-Weg ist auch Verbindungsweg vom Wohngebiet „Im Holz“ zur Ühlinger Dorfmitte. | Bild: Ursula Ortlieb

Nun wird der Stiegele-Chatzen-Weg gegenüber dem Narrenhüsli beginnen, nördlich der Grundstücke von Rüde und Mülhaupt verlaufen und als Rundweg zum Ausgangspunkt zurückführen, informierte der Ortsvorsteher bei einer Begehung. Wegpate des Chatzen-Wegs ist der Narrenverein, wobei die Trachtenkapelle Ühlingen das Teilstück Herrenweg pflegt.

Schautafeln erklären die Geschichte des Chatzen-Wegs in Ühlingen, das jetzt verlegt werden soll. Station 1 wird gegenüber von Station 5 angelegt, damit entsteht ein echter Rundweg.
Schautafeln erklären die Geschichte des Chatzen-Wegs in Ühlingen, das jetzt verlegt werden soll. Station 1 wird gegenüber von Station 5 angelegt, damit entsteht ein echter Rundweg. | Bild: Ursula Ortlieb

Der Chatzen-Weg wurde 2014 auf Initiative von Klaus Müller von Mitgliedern des Narrenvereins angelegt. Dabei konnten der alte Krummenweg, der Herrenweg und der Schlüchtweg zu einem 850 Meter langen Rundweg miteinander verbunden werden. Informationstafeln mit dem Konterfei der Stiegele Chatz und Übersichtsplan mit Katzenpfoten erklären an fünf Stationen die geschichtlichen Hintergründe der Wegnutzung und der Stiegele Chatz.

Der Chatzen-Weg wurde mit Katzenpfoten als Wegweiser angelegt.
Der Chatzen-Weg wurde mit Katzenpfoten als Wegweiser angelegt. | Bild: Ursula Ortlieb

In die Erde gegossene helle Katzenpfoten aus Beton zeigen die Richtung zum Narrenhüsli. Über den Krummenweg und Herrenweg geht es über die Schlücht zum Narrenbrunnen im Hinterdorf, bis man schließlich beim Ausgangspunkt wieder ankommt. Nach vorheriger Absprache mit Klaus Müller könnte sich nach einem Spaziergang der Besuch im Narrenmuseum anschließen. Ein Rundgang auf dem romantischen Weg abseits des Verkehrs lohnt sich allemal.