Die Galgenvogelzunft in Grafenhausen hat zum zweiten Mal hintereinander in der Schwarzwaldhalle den Konvent des Verbandes Oberrheinischer Narrenzünfte (VON) organisiert. Ein närrisches Rahmenprogramm in der Halle war auch diesmal wegen der Corona-Pandemie nicht möglich. Zur Freude des närrischen Volks gab es nahe dem Narrenbrunnen vor der Grundschule aber stattdessen einen Galgenvogelhock mit kleinem Unterhaltungsprogramm.

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In der VON-Sitzung wurde beschlossen, im kommenden Jahr die Sitzungsorganisation an die Narrenzunft Breisach zur vergeben. Diese hatte zugunsten von Grafenhausen in diesem Jahr auf die Ausrichtung der Mitgliederversammlung verzichtet.

Nicht nur im vergangenen Jahr, auch beim jüngsten Konvent am Wochenende hatte die Galgenvogelzunft keine Möglichkeit, sich den teilnehmenden 80 Mitgliedszünften des im Jahr 1937 gegründeten Verbandes mit einem närrischen Unterhaltungsprogramm zu präsentieren. Zugelassen war nur jeweils ein Vertreter der Zünfte. VON-Narrenmeister Klaus-Peter Klein zeigte sich in seiner Ansprache insgesamt doch zuversichtlich, dass bei der Fasnet im nächsten Jahr kleinere Veranstaltungen werden stattfinden können. Skeptisch sei er jedoch hinsichtlich der Veranstaltung von größeren Umzügen mit Tausenden von Besuchern.

Auch beim gut besuchten Galgenvogelhock am Narrenbrunnen wurden strenge 3-G-Regelungen eingehalten. Der Grundschulplatz war abgesperrt, Festzelt und Ausschankwagen im Freien waren nur über einen Eingang zugänglich. Einlass gab es erst nach Überprüfung der Vorgaben: Geimpft, genesen oder negativ getestet. Von der Gemeinde wurde dafür eigens eine kleine Holzhütte aufgestellt, an der kein Besucher ungesehen vorbeikam.

Beste Stimmung herrschte unter den Narrenvereinsvertretern derweil nicht nur am Ausschankwagen, auch im Festzelt stand Hochstimmung im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Halli, Hallo, Hallöchen“ begeisterten die Musiker Thomas Stiegeler, Bastian Seidler, Mario Tröndle und dessen elfjähriger Sohn Anton das närrische Auditorium mit zünftiger Stimmungsmusik, wobei der Grafuser Narrenmarsch im Programm nicht fehlen durfte. Viel Beifall für ihre Tänze gab es für die Mädchen und jungen Frauen des Zunftballetts, die nicht ohne Zugaben von der Narrenbühne entlassen wurden.