Die Hilfsbereitschaft für die Flutopfer im Ahrtal reißt nicht ab. Auch die Mitglieder der katholischen Frauengemeinschaft (KFD) St. Fides Grafenhausen haben sich mit einem Kuchenverkauf und der Bitte um Spenden an einer Hilfsaktion beteiligt. Der Erlös von 2500 Euro kommt der zerstörten katholischen Kindertageseinrichtung St. Johannes der Apostel in Dernau zugute.

Die Vorstandsmitglieder der katholischen Frauengemeinschaft St. Fides Grafenhausen hatten sich zum Erntedankfest, das mit dem Patrozinium am 3. Oktober gefeiert wurde, etwas einfallen lassen: Es sollte ein Kuchenverkauf auf Spendenbasis zugunsten der Flutopfer im Ahrtal stattfinden.

Speziell wurde für einen zerstörten Kindergarten, die katholische Kita St. Johannes der Apostel in Dernau, um Spenden gebeten. Konnten auch die geweihten Gaben und Früchte vom Erntealtar gegen einen Obolus mit nach Hause genommen werden, so standen nach dem Gottesdienst zudem noch mehr als 20 selbst gebackene Kuchen und Torten bereit. Angesichts des guten Zwecks bedurfte es auch hier keinerlei Werbung: Fast alle der süßen Stücke wechselten sogleich den Besitzer und wurden gegen großzügige Spenden gerne für den Sonntagskaffee mitgenommen.

Wie später seitens der Vorstandsriege der KFD-Frauen Grafenhausen mitgeteilt wurde, kamen durch diese Aktion nahezu 1600 Euro zusammen. „Dieser Betrag wird auf 2500 Euro aufgestockt und an den betroffenen Kindergarten im Ahrtal überwiesen“, erklärte Gaby Willmann vom KFD-Vorstands­team. Im Namen ihrer Vorstandskolleginnen dankte sie allen Kuchenbäckerinnen sowie allen Spendern und berichtete schließlich, dass man mit der Kindergartenleitung in Dernau in telefonischer Verbindung stehe und wisse, dass man sich dort riesig über die Spende freut.

„Unsere Kita lag mitten in Dernau, einem kleinen Dorf an der Ahr, gleich neben der Kirche und in der Nähe der Grundschule“, schrieben Verantwortlichen der Kindertagesstätte an die KFD-Frauen in Grafenhausen. Auch schilderten sie, was Mitte Juli im Ahrtal geschehen ist: Nämlich etwas, was niemand erwartet hatte und was schier unvorstellbar war. Durch tagelangen Starkregen war das Wasser der Ahr sehr schnell so stark angestiegen, dass Bäume am Flussufer ausgerissen und Brücken zerstört wurden. Wie alle Straßen und Häuser mitten im Dorf wurde auch die dortige Kita überschwemmt. In der Einrichtung stieg das Wasser auf fast zwei Meter in den Räumen – alle Spielsachen und Möbel wurden weggeschwemmt oder zerstört. Und bald wurde klar, dass Wände und Böden so stark verschmutzt waren, dass die ganze Kita abgerissen werden musste. Bis die neue Kita fertig ist, sind die 65 Kinder und zehn pädagogischen Mitarbeiter in einem anderen Dorf untergebracht.