Auf großes Interesse gestoßen ist der Tag des offenen Bienenhauses, zu dem der Imkerverein Brendener Berg eingeladen hatte. Auf dem Gelände des Vorsitzenden Edgar Böhler haben sich zahlreiche Interessenten über die Arbeit der Honigbienen und der Imker informiert.

Immer wieder ein Anziehungspunkt beim Tag des offenen Bienenhauses des Imkervereins Brendener Berg war der Bienschaukasten von Erich ...
Immer wieder ein Anziehungspunkt beim Tag des offenen Bienenhauses des Imkervereins Brendener Berg war der Bienschaukasten von Erich Baumgartner, bei dem der Besucher einen Einblick ins Leben der Bienen bekommt. | Bild: Werner Steinhart

Es ist eine faszinierende Welt der Bienen, aber auch eine mühevolle Arbeit der Imker, wie bei den Darstellungen zu sehen war. So erlebten die Besucher an einem Bienenschaukasten von Erich Baumgartner, wie ein Bienenvolk lebt und durften auch einen Blick auf die Königin werfen. Der gläserne Bienenstock zog immer wieder große und kleine Besucher an.

Auf großes Interesse stieß die Honiggewinnung. Edgar Böhler entfernt vorsichtig die Wachsschicht.
Auf großes Interesse stieß die Honiggewinnung. Edgar Böhler entfernt vorsichtig die Wachsschicht. | Bild: Werner Steinhart

An Schautafeln konnten sich die Besucher über die Bedeutung der Bienen im Kreislauf der Natur informieren. Auf großes Interesse stieß auch die Honiggewinnung. Böhler demonstrierte, wie der Honig vom Bienenstock ins Glas kommt, angefangen von der vorsichtigen Entfernung des Bienenwachses bis hin zum Schleudern des Honigs.

Die Wachsschicht ist entfernt, jetzt wird geschleudert.
Die Wachsschicht ist entfernt, jetzt wird geschleudert. | Bild: Werner Steinhart

Dass die Waben durch das Schleudern in Mitleidenschaft gezogen werden, stört die Bienen nicht, so Edgar Böhler: „Die Bienen bauen ihre sechseckigen Waben wieder auf.“ So mancher Besucher konnte auch den süßen, frisch geschleuderten Honig probieren. Das Bienenwachs wird nicht nur in der Imkerei verwendet, sondern auch für Bienenwachskerzen, Teelichter oder Wachstücher, erklärte Agnes Gantert.

Was aus Bienenwachs entstehen kann, präsentiert Agnes Gantert mit ihren Wachstüchern und Teelichtern.
Was aus Bienenwachs entstehen kann, präsentiert Agnes Gantert mit ihren Wachstüchern und Teelichtern. | Bild: Werner Steinhart

Interessant war auch die Königinnenzucht, eine recht diffizile Arbeit. Edgar Böhler, der selbst Königinnen züchtet, hat diese Arbeit ausführlich erklärt. Jährlich züchtet er etwa 60 Königinnen, sowohl für die eigenen Bienenstöcke als auch für Mitglieder des Imkervereins.

Der Honig ist abgefüllt.
Der Honig ist abgefüllt. | Bild: Werner Steinhart

Dass die Imker es verstanden, auch für die Bewirtung zu sorgen, zeigte der große Andrang der Besucher, die das Angebot an Getränken und Gegrilltem gerne annahmen. Mit diesem Tag des offenen Bienenhauses knüpft der Imkerverein Brendener Berg an die einst legendären Imkergrillfeste vor Jahren an der Bruckenholzhütte an.

Der Imkerverein Brendener Berg wurde 1948 gegründet und feiert somit im kommenden Jahr 75-jähriges Bestehen. 1948 trennten sich die Imker vom Brendener Berg von Waldshut und Gurtweil und gründeten den „Imkerverein Brendener Berg“. Der Imkerverein hat 19 aktive Imker mit 71 Bienenvölkern. Kontakt über den Vorsitzenden Edgar Böhler unter Telefon 07747/946 52.