Die Gemeinde Ühlingen-Birkendorf hat sich vorgenommen, ihren Energieverbrauch zu reduzieren. Strom soll dadurch gespart werden, dass die Straßenbeleuchtung kürzer eingeschaltet wird.

Beim Energiesparen hat die Gemeinde Ühlingen-Birkendorf schon eine Vorreiterrolle, seit sie vor acht Jahren die gesamte Straßenbeleuchtung in den acht Ortsteilen auf LED umgestellt hat. Was damals mit Kosten von rund 235.000 Euro ein finanzieller Kraftakt war, hat sich längst amortisiert, weiß Rechnungsamtsleiter Martin Blum.

Durch die Umstellung wurden 80 Prozent an Energie eingespart: unterm Strich jährlich 30.000 Euro. Dazu sagte Bürgermeister Tobias Gantert: „Es macht sich an dieser Stelle natürlich bemerkbar, dass wir vor acht Jahren auf LED-Straßenbeleuchtung umgestellt haben. Die damalige Umstellung hatte uns den Löwenanteil an Energieeinsparung bereits realisiert.“

Größter Stromverbraucher ist aktuell die Kläranlage, zuvor war dies die Schlüchttal-Schule mit ihrer Elektroheizung. Sie verschlang jährlich rund 50.000 Euro. Die Heizung und wurde deshalb bereits vor einigen Jahren auf Holzhackschnitzel umgestellt. Damit werden jetzt 40.000 Euro im Jahr gespart. Bei Gebäudesanierungen wurde ebenfalls die Beleuchtung auf LED umgestellt.

Bislang verbraucht die Gemeinde rund 40.000 Kilowattstunden Strom für die Straßenbeleuchtung. Sie wird deshalb künftig morgens erst ab 5 Uhr statt bisher um 4.30 Uhr eingeschaltet. Abends geht die Beleuchtung um 23.30 Uhr aus statt bisher um 0.30 Uhr. Diese 1,5 Stunden kürzere Brenndauer sollen der Gemeinde eine Ersparnis von rund 12.000 Kilowattstunden bringen.

„Wir möchten damit einen Beitrag zur Energieeinsparung leisten und als gutes Beispiel vorangehen“, erklärte der Rathauschef. Die Entscheidung ist somit mehr symbolisch, finanziell werden die Einsparungen nicht so sehr ins Gewicht fallen. Auf die Weihnachtsbeleuchtung wird die Gemeinde allerdings ebenfalls verzichten, in jedem Ortsteil wird in der Regel lediglich ein Christbaum aufgestellt werden.

Die Gemeindeverwaltung hat die Überlegungen zusammen mit den Bürgermeisterstellvertretern, den Fraktionsvorsitzenden und den Ortsvorstehern abgesprochen und hat nur zustimmende Rückmeldungen erhalten, sagte Tobias Gantert. Jetzt wurde der Antrag an den Energieversorger Energiedienst gestellt, die neuen Beleuchtungszeiten schnell einzuführen. Was die Vereinsgebäude betrifft, so wurden die Vorsitzenden von der Gemeindeverwaltung angeschrieben und gebeten, Energie einzusparen.