Der Gemeinderat billigte einstimmig den Vollzug des Forsthaushalts 2019, der von Tom Drabinski vom Kreisforstamt dem Gremium vorgestellt wurde. Der Forstbetrieb schloss mit einem Defizit in Höhe von 84.578 Euro (2018 Defizit von 2697 Euro) ab. Gleichzeitig stimmte der Rat auch dem Bewirtschaftungsplan für den Gemeindewald für 2021 zu.

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Sah der Plan für 2019 einen Holzeinschlag von 8200 Festmetern vor, so lag dann das Ergebnis bei 26.700 Festmetern (2018: 17.500 Festmeter). Von einer planmäßigen Bewirtschaftung konnte infolge der bekannten Kalamitäten auch 2019 nicht gesprochen werden. Blieben die Ausgaben und Einnahmen bei der Holzernte annährend deckungsgleich, mit einem leichten Plus, so musste bei den Kulturen, junge Bestände, Anbau, Kultursicherung und Bestandspflege 37.000 Euro ausgegeben werden. Deutlich unter Planwert liegt die Erschließung der Waldwege. Diese wurden durch den Holztransport allerdings in Mitleidenschaft gezogen Strenge Befahrungsregeln sollen Wegeschäden reduzieren. „Dank der Förderung von Bund und Land können wir für 2021 – rein finanziell – von einer Verbesserung der Situation ausgehen“, so Bürgermeister Tobias Gantert.

Bewirtschaftsungsplan 2021

Die Planung für 2021 ist weiterhin sehr unsicher, so der Vertreter des Kreisforstamtes, da die Borkenkäfer- Population weiterhin auf hohem Niveau liegt und der Gemeindewald noch ausreichend „Futter-Fichte“ für den Käfer hat. Weitere Unbekannte sind die Corona-Pandemie und die Holzpreise. So wird auch der Bewirtschaftungsplan 2021 für den Gemeindewald von den weiter bestehenden Kalamitäten geprägt sein. Insgesamt sollen 24.200 Festmeter Holz eingeschlagen werden, das ist entspricht in etwa dem Dreifachen des regulären Einschlags von 8200 Festmetern.

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Drabinski betonte, dass der Hiebssatzvorschlag im Größenniveau der letzten zwei Jahre liege. An eine Planungsänderung ist nur zu denken, wenn der Borkenkäfer nicht stark wirkt, was derzeit eher unwahrscheinlich ist, und der Holzmarkt sich deutlich entspannt. Schwerpunkt wird 2021 in den Kulturen liegen mit einem Kostenaufwand von rund 43.000 Euro. So sollen 18.000 Bäume gepflanzt werden, wo möglich Nadelholzersatz. Der Anbau von Pflanzen wird gefördert.

Trotzdem wird die Gemeinde mit einem Defizit in Höhe von 21.715 Euro rechnen müssen. Dieses geringere Defizit in 2021 resultiert aus eingeplanten Fördermitteln in Höhe von 144.475 Euro. „Ich muss feststellen, dass auch die Planung 2021 ein Blick in die Glaskugel sein dürfte, gerade was die anfallende Holzmenge und die Holzpreise angeht. Wir müssen jedoch unabhängig davon unserer Generationenaufgabe nachkommen und Mittel für die Kulturen (Pflanzen setzen und bestehende Kulturen pflegen) sowie die Waldwege in den Haushalt aufnehmen“, betonte Bürgermeister Tobias Gantert.

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Fazit: „Die langen Jahre der positiven Betriebsergebnisse sind unter den jetzigen Rahmenbedingungen vorbei“, so Tom Drabinski und: „Der Wald bedarf einer intensiveren Betreuung, wenn er weiterhin die gleichen Funktionen erfüllen soll, denn der Wald ist ein Teil unserer Zukunft.“