Die Dorfhalle in Brenden wird sich in absehbarer Zeit deutlich verändern. Aus gutem Grund: Längst entspricht die Halle nicht mehr den Anforderungen an die Sicherheit und ihre Ausstattung ist nicht mehr zeitgemäß. Und doch: Um die Bedeutung der Dorfhalle für die Berggemeinde weiß Ortsvorsteher Ralf Isele genau. Er sagt: „Für Brenden ist die Dorfhalle das wichtigste Gebäude.“ Um so wichtiger, dass die Umsetzung des Neubaus immer näher rückt und auf 2023/2024 terminiert wird.

So soll sich die Dorfhalle auf der Südseite präsentieren, charakteristisch dann das Pultdach, im Untergeschoss wird die Feuerwehr ihr ...
So soll sich die Dorfhalle auf der Südseite präsentieren, charakteristisch dann das Pultdach, im Untergeschoss wird die Feuerwehr ihr Domizil haben. Bild: Gemeinde | Bild: Gemeinde

Die Dorfhalle Brenden wurde Ende der 1960er Jahre errichtet, 1971 erweitert und 1974 kamen Küche und Sanitäranlagen hinzu. Die Dorfhalle beherbergt nicht nur den Veranstaltungsraum und die Freiwillige Feuerwehr, sie ist vielmehr für die landwirtschaftlichen Betriebe in Brenden konzipiert gewesen, was von den Landwirten heute noch teilweise genutzt wird. Und das soll auch so bleiben: Für die rund neun Landwirte in der „Maschinengemeinschaft Brenden, einer Pachtgemeinschaft, wird sich nichts ändern, Kartoffelkeller, Maschinenraum, Waage und Schlachtraum bleiben erhalten.

Die Brendener Dorfhalle, erbaut Ende der 1960er Jahre ist sprichwörtlich in die Jahre gekommen und soll im kommenden Jahr einem Neubau ...
Die Brendener Dorfhalle, erbaut Ende der 1960er Jahre ist sprichwörtlich in die Jahre gekommen und soll im kommenden Jahr einem Neubau weichen. | Bild: Werner Steinhart

Die Brendner waren sich schon immer einig, dass die neue Dorfhalle am selben Platz errichtet werden müsse wie die noch bestehende. So wird der Teil mit dem Veranstaltungsraum bis auf den Estrich abgerissen, dazu noch die bisherige Feuerwehrunterkunft und etwa vier Meter daneben. Die Feuerwehr wird im Untergeschoss auf der Südseite untergebracht.

Während die Größe des Veranstaltungsraumes einschließlich der Bühne ungefähr dieselben Ausmaße haben wird, werden die sanitären Einrichtungen um das ehemalige Feuerwehrdomizil erweitert. Zusätzlich soll daneben ein Raum entstehen, der als Sitzungszimmer für den Ortschaftsrat fungieren kann. Vergrößert wird auch der Küchenbereich. Neben der Bühne wird es einen weiteren Raum geben, der beispielsweise als Probenraum für den Kirchenchor oder Singgruppe oder als Café bei Veranstaltungen dienen könnte.

Die Südansicht der Brendener Dorfhalle im derzeitigen Zustand.
Die Südansicht der Brendener Dorfhalle im derzeitigen Zustand. | Bild: Werner Steinhart

Das bisherige Satteldach wird einem Pultdach weichen, sodass die Front der Nordseite eine Höhe von rund acht Metern bekommen wird. Die bestehende Photovoltaik Anlage wird auf dem neuen Dach wieder aufgebracht und eventuell erweitert. Eine Pelletsheizung wird für Wärme sorgen. „Wir möchten so viel wie möglich beim Bau Holz verwenden“, so Ortsvorsteher Ralf Isele, wegen des Brandschutzes müsse aber ein bestimmter Teil der Halle in Betonmassivbauweise errichtet werden. Um Kosten einzusparen sind auch Eigenleistungen der Vereine bei den Abrissarbeiten im Innenbereich vorgesehen.

Die Halle ist bei ihrer Erbauung vor rund 60 Jahren für die landwirtschaftlichen Betriebe in Brenden konzipiert gewesen. Die Bereiche ...
Die Halle ist bei ihrer Erbauung vor rund 60 Jahren für die landwirtschaftlichen Betriebe in Brenden konzipiert gewesen. Die Bereiche Maschinenhalle, Kartoffelkeller und Schlachtraum bleiben bestehen. | Bild: Werner Steinhart

So viel kostet der Neubau

Die ursprüngliche Planung vom August 2021 wies Kosten in Höhe von 2,587 Millionen Euro auf. Diese wurde um den Feuerwehrausbau erweitert, die Kostenschätzung im Januar 2022 betrug dann 2,635 Millionen Euro. Nachdem die Baupreise stark gestiegen sind, liegt die aktuelle Kostenschätzung bei 3,003 Millionen Euro. Wie sich die Kosten weiterentwickeln, sei derzeit nicht abschätzbar. „Die Preisentwicklung ist die große Unbekannte“, musste Bürgermeister Tobias Gantert feststellen. Die bereits zugesagten Zuschüsse liegen bei 1,053 Millionen Euro, die Entscheidung zur beantragten Investitionshilfe aus dem Ausgleichsstock steht noch aus. Ausschreibung und Auftragserteilung soll zu Jahresende 2022 oder Jahresbeginn 2023 erfolgen, die Bauzeit beträgt rund 15 bis 18 Monate.

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