In Geroldshof­stetten plant das Hotel „Haringerhof“ einen neuen Wellnessbereich mit Saunagebäude und angrenzendem Naturbadeteich. Die Gemeinde Grafenhausen unterstützt das Projekt vor dem Hintergrund der Aufwertung des touristischen Angebots. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurden der Bebauungsplan als Satzung verabschiedet und der Bauantrag befürwortet. Stefan Läufer von FSP.Stadtplanung aus Freiburg und Landschaftsplaner Georg Kunz aus Todtnauberg stellten im Gemeinderat die Pläne vor.

Keine Naturschutzgebiete betroffen

In einem einstufigen Verfahren wurde der Bebauungsplan „Sondergebiet Hotel Haringerhof“ in Grafenhausens Ortsteil Geroldshofstetten aufgestellt, da es sich nach Angaben von Stefan Läufer um eine Innenbereichsentwicklung handelt. Das Plangebiet ist rund 4500 Quadratmeter groß. Flora-Fauna-Habitat(FFH)-Gebiete, Vogel- oder Naturschutzgebiete sind nicht betroffen. So war die Planung im beschleunigten Verfahren ausgeführt worden, eine Umweltprüfung mit naturschutzrechtlicher Kompensation war nicht notwendig. Da die für eine Bebauung vorgesehene Fläche den Hotelbesitzern gehört, wurden auch keine landwirtschaftlichen Belange tangiert.

Die Flächenversiegelung

Für den geplanten Bau eines eigenständigen Saunagebäudes, das durch einen überdachten Steg mit dem bereits bestehenden Hotelgebäude verbunden sein wird, muss ein Schuppen abgerissen werden. Im Obergeschoss des geplanten Saunagebäudes soll schließlich eine Wellnessanlage entstehen, im Erdgeschoss sollen noch Lagerflächen eingerichtet werden. Mit dem Neubau werden rund 180 Quadratmeter Fläche auf dem Gelände zusätzlich versiegelt. Für das gesamte Projekt summiert sich die Flächenversiegelung auf 489 Quadratmeter. Vonseiten des Landratsamtes Waldshut wurde angeregt, von der Flachdachfläche des geplanten Neubaus mindestens 70 Prozent zu begrünen. Um spätere Missverständnisse zu vermeiden, wird diese Anregung voll und ganz in den Bebauungsvorschriften verbindlich aufgenommen.

Uneinigkeit über den Teich

Wie das Landratsamt Waldshut zudem der Gemeindeverwaltung mitgeteilt hatte, stellt der geplante Naturbadeteich auf dem Gelände bei einer Größe von mehr als 100 Kubikmetern Inhalt allerdings ein genehmigungspflichtiges Bauvorhaben dar. Die Behörde regte zudem an, Größe, Tiefe und Inhalt detailliert im schriftlichen und zeichnerischen Teil des Bebauungsplans zu verankern. Nach der Auffassung des Planungsbüros sei dies allerdings nicht erforderlich, da Teiche als Nebenanlagen mit bis zu 100 Kubikmetern Inhalt zugelassen seien. Somit soll die Größe letztlich nur in textlicher Form für den Bebauungsplan verankert werden.

Grünes Licht

Seitens der Gemeinde wird das Projekt vor dem Hintergrund der Aufwertung des touristischen Angebots unterstützt. Einstimmig beschloss der Gemeinderat den Bebauungsplan für das Hotel „Haringerhof“ mit den festgesetzten Bebauungsvorschriften als Satzung. Weiterhin erteilte das Ratsgremium dem Baugesuch zum Neubau eines Saunahauses und von Lagerflächen das Einvernehmen.

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