Der Bauhof in Grafenhausen ist auf Frühling eingestellt: Bis auf einen Salzstreuer sind alle Schneeräumgeräte eingemottet, auch die Schneepfähle an den Gemeindestraßen wurden entfernt. „Wir haben schon die warmen Tage im Februar genutzt, um beispielsweise die Brunnen am Friedhof abzudichten und mit neuem Farbanstrich zu versehen“, berichtete Bauhofleiter Michael Lüber auf Nachfrage. Beim Anstrich wurde auf die klassische „Schwimmbadfarbe Blau“ verzichtet und neutrales Grau verwendet.

Auch das Buswartehäuschen im Bohlisch strahlt in neuem Glanz.
Auch das Buswartehäuschen im Bohlisch strahlt in neuem Glanz. | Bild: Wilfried Dieckmann

Wenn in der Übergangszeit von der kalten in die wärmere Jahreszeit die Arbeitsschwerpunkte der Bauhofmitarbeiter auch nicht mehr beim reinen Winterdienst liegen, so haben viele Arbeiten dennoch mit dem Winter zu tun. Wie Bauhofchef Michael Lüber informierte, müssen nicht nur die Schneepfähle und Auffangnetze entfernt werden, es müssen auch einige Schäden, die beispielsweise mit dem Schneepflug verursacht wurden, beseitigt werden.

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Auch Wald- oder Wanderwege werden in der Übergangszeit wieder auf Vordermann gebracht. Nicht zu vergessen die verschiedenen Brunnen, die gereinigt und teilweise auch saniert werden müssen. Als Beispiel nannte Michael Lüber den Friedhofsbrunnen, bei dem nicht nur Schäden ausgebessert wurden, sondern auch neu gestrichen wurde. „Leerlauf gibt es nicht“, betonte der Bauhofleiter. Je nach Wetterlage werden im März auch die Ruhebänke in der Gesamtgemeinde wieder aufgestellt, die im Winter teilweise repariert und mit neuem Farbauftrag versehen wurden.

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Gibt es eigentlich typische Bauhofarbeiten? „Nein, die gibt es nicht“, erklärte Michael Lüber und fügte an, dass Mitarbeiter des Bauhofs neben ihren ursprünglichen Berufen, wie beispielsweise Schreiner oder Maurer, Allrounder sein müssen. Angesichts der warmen Temperaturen im Februar waren zwei Mitarbeiter am Schlüchtsee tätig und haben innerhalb von zwei Wochen die Umkleidebereiche im alten Badehäuschen komplett saniert.

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Dabei wurden die offenen Balken mit gehobelten Holzbrettern verkleidet. Das Holz wurde mit einem sogenannten Pilzgrund behandelt und einmal mit heller Farbe gestrichen. Die einst stockdunklen Bereiche gehören der Vergangenheit an. In der kommenden Badesaison werden deshalb auch ängstliche Kinder die Umkleidebereiche, die sich hinter einer Sichtwand befinden, nicht mehr mit gemischten Gefühlen nutzen können. Durch die neue Holzvertäfelung sind auch die kleinen Gucklöcher, die vorher vorhanden waren, verschwunden. Auch hier wurde erhöhter Blickschutz geschaffen. „Mit der Innensanierung des Buswartehäuschens im Bohlisch wurden rund 100 Quadratmeter Fläche bearbeitet“, erläuterte Michael Lüber.

Waldkindergarten

Die Betriebserlaubnis für den neuen Waldkindergarten ist rechtzeitig eingegangen. Somit konnte der Betrieb nach den Worten von Bürgermeister Christian Behringer planmäßig am 1. April aufgenommen werden. Da die neuen Räume in dem künftigen Gebäude noch nicht fertig sind, findet der Kindergartenbetrieb vorerst in der Zeltplatzhütte, die bei extremen Wetterbedingungen auch künftig als Ausweichquartier dienen wird, statt.

Thomas Jäger (links) und Michael Lüber inspizieren den neuen Pelletofen für die Zeltplatzhütte.
Thomas Jäger (links) und Michael Lüber inspizieren den neuen Pelletofen für die Zeltplatzhütte. | Bild: Wilfried Dieckmann

In diesem Winter wurden die Holzwände im Innenbereich der Hütte komplett abgewaschen und neu eingewachst. Auch wurden Tische und Bänke nach dem Abbeizen mit einem neuen Anstrich versehen. Da der vorhandene Holzofen sehr in die Jahre gekommen war, wurde er vom Installationsbetrieb Thomas Jäger durch einen modernen Pellet-Ofen ersetzt. Dieser entzieht die für den Betrieb notwendige Luft nicht mehr dem Innenraum, sondern wird über einen Rohranschluss direkt mit Außenluft versorgt. Ein kleiner Raum neben der Hüttenküche wurde mit neuen Regalen in einen abschließbaren Bereich für Utensilien des Kindergartens umgestaltet.