Der Gemeinderat Grafenhausen hat in seiner jüngsten Sitzung Arbeiten von 730.000 Euro brutto für den weiteren Ausbau des gemeindeeigenen Glasfasernetzes vergeben. Den Zuschlag für die Tiefbauarbeiten erhielt als günstigster Bieter die Firma Klefenz. Joachim Baumeister, Geschäftsführer der Firma Tillig Geomatics, stellte die Maßnahme in der öffentlichen Ratssitzung vor.

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In der Tat: Viel Geld wird in Grafenhausen in die Breitbandversorgung investiert. Im Jahr 2020 hat der Gemeinderat im Haushalt Baumaßnahmen in Höhe von insgesamt 2,24 Millionen Euro geplant. An Zuwendungen kann die Kommune hierfür mit rund 720.000 Euro rechnen. Wie Bürgermeister Christian Behringer informierte, sind auch im nächsten Jahr Investitionen in der Größenordnung von 1,8 Millionen Euro vorgesehen.

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Damit wären die größten Bautätigkeiten erledigt, nicht nur die Hauptgemeinde, auch alle Ortsteile sollten dann an das schnelle Internet angeschlossen sein. Die satten Ausgaben können schlussendlich zu den sogenannten rentierlichen Schulden gezählt werden, da ein Großteil über Nutzungsgebühren wieder an die Kommune zurückfließen wird. Das bedeutet im Klartext: Wenn das Angebot von den Bürgerinnen und Bürgern genutzt wird, dann erhält die Gemeinde vom Netzbetreiber auch Anteile der Nutzungsentgelte. Dem Rathauschef schien es wichtig, dass in diesem Bereich auch kräftig die Werbetrommel gerührt wird.

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Der Ausbau des Glasfaserfasernetzes in Grafenhausen ist in vollem Gang. Für den Ortskern (Bauabschnitt VI, rund 3600 Meter Länge) wurde im Zuge des Breitbandausbaus vom beauftragten Büro Tillig Geomatics eine öffentliche Ausschreibung für die Tiefbauarbeiten durchgeführt. Im Zuge dieser Maßnahme werden auch Stromkabelverlegungsarbeiten der ED Netze GmbH durchgeführt. An der Ausschreibung haben sich sechs Bieter beteiligt. Die Kostenberechnung des Ingenieurbüros lag bei insgesamt 930.000 Euro brutto (Gemeindeanteil 759.478 Euro und ED Netze 170.521 Euro). Der günstigste Bieter war mit 730.035 Euro die Firma Klefenz. Diese Summe, die übrigens 21,5 Prozent unter der Kostenberechnung liegt, teilt sich in 585.904 Euro Gemeindeanteil und 144.131 Euro Anteil ED Netze auf. „Ein erfreuliches Ergebnis“, betonten Bürgermeister Christian Behringer und Joachim Baumeister unisono. Der teuerste Bieter lag im Übrigen bei der Ausschreibung bei 1,206 Millionen Euro.

Tiefbauarbeiten bis nächstes Jahr beendet

In Grafenhausen konnten die Tiefbauarbeiten in der Schulstraße und weiter in Richtung Signau bis hin zur Schaffhauser Säge inklusive der Hausanschlüsse zwischenzeitlich fertiggestellt werden. Insgesamt rechnet Bürgermeister Christian Behringer damit, dass bis zum nächsten Jahr die Tiefbauarbeiten abgeschlossen sein werden.

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