Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer wurde in Untermettingen die Nachricht vom plötzlichen Tod von Rudolf Kromer aufgenommen. Er starb im Alter von 73 Jahren. Mit dem Namen Rudolf Kromer verband man in Untermettingen und im gesamten Landkreis Waldshut die Liebe und das Engagement des Verstorbenen zur Blasmusik. 15 Jahre lang war er Vizepräsident des Blasmusikverbands Hochrhein.

Einsatz für kulturelles Brauchtum

Mit viel Herzblut setzte er sich für seine geliebte Blasmusik ein und dies nicht nur in seinem Heimatverein, dem Musikverein Eintracht 1854 Untermettingen, sondern darüber hinaus im Blasmusikverband Hochrhein und so kannte man Rudolf Kromer weit über das Steinatal hinaus in den Musikkapellen des Verbandes. Für ihn war die Blasmusik weit mehr als gemeinsames Musizieren, Kromer sah in ihr ein kulturelles Brauchtum, das es zu schützen und zu fördern galt. Mit seiner stets freundlichen, humorvollen und geselligen Art war er bei den Konzerten der einzelnen Musikvereine ein gern gesehener Gast. Nach 19-jähriger Tätigkeit als Bezirksvorsitzender des Arbeitsbezirks acht im Blasmusikverband Hochrhein gab Kromer seinen Posten im Herbst 2012 ab.

Sonderehrennadel für besondere Verdienste

Von 2002 bis 2017 war Rudolf Kromer Vizepräsident des Blasmusikverbands Hochrhein, ein Posten, den er mit viel Engagement ausübte. Vom Bund deutscher Blasmusikverbände erhielt er die Sonderehrennadel für besondere und langjährige Verdienste im Sinne der Blasmusik. Zahllos waren die Konzerte, die Rudolf Kromer besuchte und auf denen er langjährige Musiker ehren durfte.

Engagiert in der Narrenzunft Wilderer

Angefangen hat seine musikalische Laufbahn und die Liebe zur Blasmusik 1962 als er in den Musikverein Untermettingen eintrat und das Es-Horn spielte. Bis 2004 war Rudolf Kromer aktiv dabei, insgesamt 14 Jahre im Vorstand und acht Jahre als Vorsitzender tätig. Neben der Musik galt seine Liebe der Narrenzunft Wilderer, ein Vierteljahrhundert war er aktiv dabei, darunter auch fünf Jahre als Vorsitzender.

Rudolf Kromer wuchs in Untermettingen auf, wo er auch den Beruf des Maurers erlernte. Danach arbeite er viele Jahre im Druckereiwesen in Schleitheim bis zu seinem Ruhestand 2010. 1977 heiratete er Karin Schnitzer. Neben seiner Ehefrau trauern auch die beiden erwachsenen Töchter Ann-Katrin und Anja um Ehemann und Vater.