Platz für eine Tagespflege und acht barrierefreie Appartements: In Ühlingen entsteht was Großes – ein neues soziales Zentrum. Hier sollen Menschen unterkommen, denen geholfen werden muss. Die Neu- und Umbauarbeiten machen große Fortschritte. Die Gemeinderäte staunten bei einem Rundgang. Der SÜDKURIER war dabei.

Modern und historisch: So wird sich das soziale Zentrum in Ühlingen präsentieren.
Modern und historisch: So wird sich das soziale Zentrum in Ühlingen präsentieren. | Bild: Werner Steinhart

Die wirtschaftliche Nutzung des Gebäudes Witzhalderstraße 2 in Ühlingen stand seit Jahren im Fokus der Gemeinde. Das denkmalgeschützte mächtige Gebäude ist ortsbildprägend.

Die Gemeinderäte sind sichtlich beeindruckt

Das soziale Zentrum wird einerseits ein neues Angebot im Bereich der Tagespflege, andererseits Wohnraum bieten. Der Gemeinderat besichtigte jüngst die Baustelle mit dem neuen Anbau und zeigte sich von den umfangreichen Um- und Neubaumaßnahmen sichtlich beeindruckt.

Über den Baufortschritt informiert sich der Gemeinderat – hier in den zukünfigen historischen Räumen für die Sozialstation. ...
Über den Baufortschritt informiert sich der Gemeinderat – hier in den zukünfigen historischen Räumen für die Sozialstation. Investor Herbert Duttlinger (rechts) erläutert die Baumaßnahmen.

Caritas als Partner in der Daseinsfürsorge

Investor ist Herbert Duttlinger aus Riedern am Wald. Die Caritas ist Partner in kommunaler Daseinsfürsorge. Zusammen sind sie gemeinsame Ansprechpartner für Menschen, denen geholfen werden muss. Mit den Bauarbeiten geht es wie geplant vorwärts. „Wir im Soll“, sagte Duttlinger.

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Der historische Altbau ist schon entkernt

Der Anbau, der im Rohbau bereits steht, ist eine komplette Holzkonstruktion. Der Estrich ist verlegt, ebenso die Elektroinstallation. Beim bestehenden Altbau ist man mit dem Entkernen fertig. „Die historische Substanz musste erhalten bleiben, so die Vorgabe durch das Denkmalamt“, erklärt Duttlinger.

Im Neubau des sozialen Zentrums: Die großzügigen Räumlichkeiten für die Tagespflege.
Im Neubau des sozialen Zentrums: Die großzügigen Räumlichkeiten für die Tagespflege. | Bild: Werner Steinhart

Decken und Vertäfelungen bleiben erhalten

Das bedeutet, dass nicht nur die Wände des Hauses, also die ursprüngliche Konstruktion, stehen bleiben mussten. Im Innern bleiben die historischen Decken und Vertäfelungen im ursprünglichen Zustand erhalten. Letztere sind inzwischen freigelegt und sandgestrahlt. Lediglich die später erfolgten An- und Umbauten wie der Stallbereich durften entfernt werden.

Viele Teile des historischen Gebäudes sollen im Original erhalten bleiben – wie die kleinen Fenster oder Klappläden.
Viele Teile des historischen Gebäudes sollen im Original erhalten bleiben – wie die kleinen Fenster oder Klappläden. | Bild: Werner Steinhart

Der Plan: Möglichst viele im Original erhalten

Im historischen, ehemaligen Wohnteil wird in Zukunft die Sozialstation untergebracht. Im ehemaligen Stall sowie im Neubau im Erdgeschoss wird die Tagespflege eingerichtet. Duttlinger: „Wir möchten möglichst viel im Original erhalten.“ Er verweist beispielsweise auf die kleinen Fenster und die Klappläden.

Das 200 Jahre alte Schindeldach des Gebäudes muss laut Denkmalschutz erhalten bleiben.
Das 200 Jahre alte Schindeldach des Gebäudes muss laut Denkmalschutz erhalten bleiben. | Bild: Werner Steinhart

Auch das 200 Jahre alte Schindeldach bleibt

Auch das rund 200 Jahre alte Schindeldach muss laut Denkmalamt erhalten bleiben. Das findet Duttlinger vollkomen in Ordnung, auch wenn es nach Neueindeckung nicht mehr sichtbar sein wird. Man wird auf das Schindeldach ein gewichtssparendes Dach aus Aluschindeln aufbringen. Grundsätzlich wird bei dem gesamten Gebäude eine Kombination aus historischen Teilen und modernem Bau entstehen.

Im neuen Anbau an das bestehende Gebäude sind weitere Appartements und die Räumlichkeiten für die Tagespflege vorgesehen.
Im neuen Anbau an das bestehende Gebäude sind weitere Appartements und die Räumlichkeiten für die Tagespflege vorgesehen. | Bild: Werner Steinhart

Im Obergeschoss des Alt- wie des Neubaus sind acht barrierefreie Appartements vorgesehen. Zu erreichen sind die barrierefreien Wohneinheiten mit einem Aufzug. Im Erdgeschoss wird eine Tagespflege eingerichtet mit rund 16 Tagespflegeplätzen. Diese Plätze sind sowohl im Bestandsgebäude als auch im Erweiterungsbau vorgesehen.

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