Christiane Seifried

Vertreter der Ahmadiyya Muslim Jamaat-Reformgemeinde aus Waldshut unter Leitung von Imam Shamas Ul-Mulk Choudhery pflanzten zwischen dem Jugendzeltplatz am Schlüchtsee und dem kommunalen Waldkindergarten einen Walnussbaum. Als Gäste nahmen neben Bürgermeister Christian Behringer auch Erzieherinnen und Mitarbeiter sowie die Kinder des kommunalen Waldkindergartens teil. Das Pflanzloch war vom Bauhof bereits vorbereitet worden, und die vier aus Waldshut angereisten Muslime griffen gerne zum Spaten, um den bereits stattlichen Walnussbaum in die Erde zu bringen.

„Dieser Baum soll als ein Zeichen für das Bekenntnis der Muslime zu den Werten des Grundgesetzes und der Demokratie gepflanzt werden. Und so soll er gedeihen und blühen. Denn nur, wenn jeder einzelne von uns nach den universellen Werten der Freiheit, der Gleichheit, der Toleranz und der Gerechtigkeit vor Augen haltend handelt, können wir ein besseres Miteinander und Freundschaft fördern“, sagte Imam Shamas Ul-Mulk Choudhery.

Wie Shamas Ul-Mulk Choudhery im Gespräch mitteilte, werde die islamische Ahmadiyya Muslim Jamaat-Reformgemeinde (AMJ) wegen einer zeitgemäßen Interpretation des Islam von vielen orthodoxen Muslimen gebrandmarkt und in fast allen islamischen Ländern verfolgt.

Die islamische Ahmadiyya Muslim Jamaat-Reformgemeinde wurde demnach 1889 in Indien gegründet und hat zehn Millionen Mitglieder in über 220 Ländern. Sie ist mit etwa 40.000 Mitgliedern in etwa 225 Gemeinden und mit über 50 Moscheen eine der größten Gemeinschaften unter den ­organisierten Muslimen in Deutschland.

In der Gemeinde Waldshut, die seit über 30 Jahren besteht, sind es 165 Mitglieder. Die AMJ bietet seit 2013 in Hessen den bekenntnisorientierten Islamunterricht an Grundschulen an. Seit 2014 nimmt die Gemeinde nach eigenen Angaben an der Deutschen Islam-Konferenz teil.