Es ist die wohl größte Investitionsmaßname der kommenden Jahre in Ühlingen-Birkendorf: der Anschluss der Berggemeinden Berau und Brenden an die Verbandskläranlage Klettgau-West in Tiengen. Immerhin mehr als drei Millionen Euro wird der Bau des Abwassersammlers kosten. Voraus ging der Bau eines Regenüberlaufbeckens in Berau, das vor kurzem in Betrieb genommen wurde. Der Gemeinderat vergab in seiner Sitzung am Montagabend die Baumaßnahme des Abwassersammlers im Schlüchttal an die Firma Schleith zu einer Angebotssumme in Höhe von 3.247.632 Euro.

Die Koordination und Abwicklung der Baumaßnahme übernimmt die Gemeinde Ühlingen-Birkendorf zusammen mit dem Ingenieurbüro Tillig aus Dogern. Die gesamte Maßnahme schließt auch den Straßenbau durch das Land und eine Stromleitung für die Stadtwerke Waldshut-Tiengen mit ein.

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In die Witznau besteht eine 500 Meter lange Leitung ab der Kläranlage Berau, die es zu ertüchtigen gilt. „Dies ist eine separate Baumaßnahme im Zuge der Abwasserentsorgung und wird später durchgeführt werden“, so Ortsbaumeister Jürgen Gamp. Ab der Witznau wird‘s dann kompliziert. Durch das ganze Schlüchttal bis zur Abzweigung Aichen bei Gutenburg rund 4 Kilometer wird der Abwassersammler gebaut.

Was den Bau besonders problematisch macht, ist die Tatsache, dass die Baumaßnahmen nur unter Vollsperrung der L 157 möglich sein werden. Bei der Wertung der Angebote wurde auch die Bauzeit mit 15 Prozent auf die Gesamtwertung angerechnet, dazu gehörte ein belastbarer Bauzeitenplan. Die Bauzeit wird von der Firma Schleith mit sieben Monaten und sieben Tagen angegeben.

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„Wir gehen davon aus, dass das Schlüchttal von der Abzweigung nach Aichen bis Witznau ab Ende März vollständig gesperrt wird“, so Ortsbaumeister Jürgen Gamp. Die Umleitungsstrecken werden voraussichtlich über Riedersteg und Aichen führen. Der Schwerlastverkehr wird über das Schlüchttal nach Ühlingen und Untermettingen in das Steinatal geführt und umgekehrt.

Für den Bau entlang der L 157 wurde 2018 ein Zuschussantrag gestellt. Der Zuwendungsbeschied in Höhe von 2.019.000 Euro wurde der Gemeinde im Mai 2019 übergeben. Da die Baumaßnahme allerdings günstiger als in der Antragstellung berechnet wurde, muss die neue Fördersumme mit dem Fördergeber noch abgestimmt werden.

Der Gemeinderat stimmte dem Vergabevorschlag an die Firma Schleith, Steißlingen zu einem Angebotspreis von 303.971 Euro zu und zusätzlich dem Ausbau in der größeren Rohrdimensionierung. Die Auftragssumme erhöht sich dann um 207.914 auf insgesamt 3.247.632 Euro.