Zum Schulstart nach den Weihnachtsferien mussten laut den Vorgaben des Kultusministeriums alle Schüler sowie die Lehrkräfte in der ersten Woche täglich getestet werden. Gleiches galt für den kommunalen Waldkindergarten, dessen Kinder seit 10. Januar dreimal verbindlich und auf freiwilliger Basis zusätzlich zweimal pro Woche von Verantwortlichen des DRK-Ortsvereins Grafenhausen getestet wurden. Die Tests stellt die Gemeinde Grafenhausen zur Verfügung.

Weil alle Schüler, Lehrer, Erzieher und Kindergartenkinder gute zwei Wochen lang Weihnachtsferien hatten, sollten die täglichen Testungen vor allem helfen, die Coronavirus-Verbreitung einzudämmen. Wie Bürgermeister Christian Behringer informierte, waren – wie andernorts auch – tägliche Testungen an der Schlüchttal-Schule in Ühlingen und Grafenhausen in der ersten Schulwoche vom Kultusministerium vorgeschrieben. Im katholischen Kindergarten galten nach seinen Angaben wie bisher drei Testungen pro Woche. Dagegen wollte der Rathauschef im kommunalen Waldkindergarten einen anderen Weg gehen: Dort waren die Kinder bis vor Weihnachten dreimal pro Woche vom DRK freiwillig getestet worden. Nun wurden in der ersten Woche nach den Ferien alle Kinder und Erzieherinnen des Waldkindergartens dreimal pro Woche verbindlich und auf freiwilliger Basis zusätzlich zweimal pro Woche getestet.

Wie Eberhard Hummel vom DRK Grafenhausen mitteilte, hätten sich sämtliche Eltern bereit erklärt, dafür ihr Einverständnis zu geben. Ab dieser Woche soll alles wieder normal ablaufen, dann werde, wie bis zu den Ferien auch schon üblich, dreimal wöchentlich, montags, mittwochs und freitags, mittels Antigen-Schnelltest getestet. In der Regel werden die Kleinen des Waldkindergartens von den DRK-Aktiven Iwona Isele und Alexandra Simon getestet, nur personelle wenn Not herrscht, springt Eberhard Hummel, wie er betonte, vertretungsweise ein.

In dieser ersten Schulwoche war am Donnerstag Iwona Isele im Waldkindergarten anzutreffen, und wie sie sagte, habe sie täglich zwischen zehn und zwölf Kinder getestet. „Die Kleinen machen super mit und alles klappt tadellos“, meinte sie und zeigte sich erleichtert, dass bislang alle Tests negativ ausgefallen seien.

Während sie im geheizten Innenraum bei jedem Kind den Corona-Test vornahm, warteten die anderen geduldig draußen, bis sie an der Reihe waren. Warm angezogen, beschäftigten sie sich mit Naturmaterialien, legten diese in mit Wasser gefüllte Gefäße und stellten bei den gerade herrschenden Minustemperaturen zu Eis gefrorene kleine Kunstwerke her.

Mit Naturmaterialien und Wasser schufen die Kinder des Waldkindergartens kleine Kunstwerke.
Mit Naturmaterialien und Wasser schufen die Kinder des Waldkindergartens kleine Kunstwerke. | Bild: Christiane Seifried

Nach Angaben der Verantwortlichen hat der DRK-Ortsverein die Testungen in der Schule und im Kindergarten bis November vergangenen Jahres vorgenommen. Nach Anweisungen und eingehender Schulung durch das DRK hätten sowohl die Schüler als auch die Lehrer mittlerweile Routine entwickelt und könnten nun klassenweise ihre geforderten Antigentests in Eigenregie vornehmen.