Das Wassertretbecken im Skulpturenpark in Grafenhausen wird sowohl von Einheimischen als auch von Feriengästen gleichermaßen gut frequentiert. Bedingt durch die Corona-Pandemie konnte das Becken aber erst vor Kurzem wieder freigegeben und geöffnet werden. Die Reinigung der Anlage hat nun Lothar Jäger übernommen, nachdem sein Vorgänger Karl Jäger in den Ruhestand gegangen war.

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In der Tat: Die kleine Kneipp-Anlage im Skulpturenpark kann ohne Übertreibung als Besuchermagnet für Groß und Klein bezeichnet werden. Das zwölf Meter lange und zwei Meter breite, ellipsenförmige Wassertretbecken mit kleiner Insel in der Mitte wird aus der Briese-Quelle, die in früheren Jahren ans Trinkwassernetz angeschlossen war, gespeist. Somit ist sichergestellt, dass die Anlage den hygienischen Ansprüchen der heutigen Gesellschaft auch Stand hält. Der Reinigungsprozess erfolgt beim Wassertretbecken allerdings nicht automatisch. Hier muss intensiv und regelmäßig nachgeholfen werden, da die Bildung von Algen nicht auszuschließen ist. Viele Jahre war Karl Jäger für die Sauberkeit verantwortlich, der im vergangenen Jahr von Bürgermeister Christian Behringer im Rahmen einer öffentlichen Gemeinderatssitzung verabschiedet wurde.

Neuer Chef der Kneippanlage

Seit Mai zeichnet Lothar Jäger, ehemals Chef der gemeindeeigenen Kläranlage, für die Sauberkeit der Wassertretstelle verantwortlich. Bereits bei der Weihnachtsfeier der Gemeinde habe er nach seinen Worten „der mehrfachen Anfrage von Bürgermeister und Hauptamtsleiterin Ruth Stoll-Baumgartner nachgegeben“ und diese Aufgabe übernommen. Zweimal in der Woche ist der neue Herr der Kneippanlage im Skulpturenpark anzutreffen. Ein Hochdruckreiniger wird allerdings nicht mehr verwendet. Zur intensiven Reinigung kommt nun ein handliches Bürstengerät zum Einsatz, das von Bauhofleiter Michael Lüber entdeckt und angeschafft wurde. „Die Flächen werden damit nicht nur von den Algen befreit, es werden auch die Fugen geschont“, sagt Lothar Jäger, der in seinem Beruf als Klärwärter schon so manche Fliesenflächen gereinigt hat. Bei den Kanten und Ecken könne Handarbeit nicht vermieden werden. Auf chemische Reinigungsmittel werde bei den Putzaktionen allerdings gänzlich verzichtet. Das Wasser aus dem Tretbecken fließt schließlich über einen Ablaufgraben ungefiltert in die Schlücht.

Grober Unfug

Die Reinigungsarbeit wäre aber um ein Vielfaches einfacher und weniger zeitaufwendig, wenn Kinder und Jugendliche nicht immer wieder kleine und große Steine in das Becken werfen würden. Eine Unsitte, die bereits vor zehn Jahren von Lothar Jägers Vorgänger beklagt wurde. Die Verantwortlichen der Gemeinde Grafenhausen haben nichts dagegen, wenn Kinder im Kurpark, auch außerhalb des ausgewiesenen Spielplatzes, spielen. Grober Unfug, wie beschrieben, wird von der Gemeinde aber nicht mehr hingenommen. Die Verwaltung macht deshalb darauf aufmerksam, dass die Eltern für entstandene Schäden ihrer Kinder haftbar gemacht werden. Personen, die solchen Unfug beobachten, werden gebeten, dies umgehend der Gemeindeverwaltung im Rathaus zu melden, damit die Verursacher auch zur Rechenschaft gezogen werden können.