Ühlingen-Birkendorf Würdigung: Vorsitzender des Kirchenchors St. Margareta Birkendorf ehrt seinen langjährigen Dirigenten Gerhard Zolg

Jürgen Weber, der Vorsitzende des Kirchenchors St. Margareta Birkendorf, würdigt den langjährigen Dirigenten Gerhard Zolg, der am 26. November sein letztes Konzert gibt.

 Gerhard Zolg leitet seit 1977 als Dirigent den Kirchenchor St. Margareta Birkendorf. Im Gottesdienst am Samstag dankte ihm der Vorsitzende des Chors, Jürgen Weber: „Ich weiß nicht genau, ob es für Dich ein Glück ist, uns als Sängerinnen und Sänger zu haben. Ich weiß aber, dass es für uns ein Glück ist, dich zum Dirigenten zu haben. Wir mögen dich, und wir lieben dich.“ Der Diözesanvorsitzende des Cäcilienverbandes Wolfgang Gaber überreichte Zolg die Ehrenurkunde. Mit dieser Überraschung hatte er nicht gerechnet. Umso mehr rührte ihn die unverhoffte Ehrung. Von Michael Reiling übernahm Gerhard Zolg im Alter von 29 Jahren die Leitung des Chors und erfüllte die Aufgabe mit viel Engagement und Energie, besuchte Dirigentenkurse der Erzdiözese, bei Gerbert Mutter und Johannes Götz.

Jürgen Weber bei seiner Laudatio, links Dompfarrer Wolfgang Gaber und Pfarrer Thomas Schwarz.
Jürgen Weber bei seiner Laudatio, links Dompfarrer Wolfgang Gaber und Pfarrer Thomas Schwarz. | Bild: Ursula Ortlieb

Neben seinem Beruf als Lehrer, Rektor und Schulrat leitete Zolg mehr als 40 Jahre den Kirchenchor Birkendorf. In dieser Zeit wurden unzählige kirchliche Feste vom Chor mitgestaltet. Dabei war Zolg besonders die liturgische Thematik der Gesänge wichtig. Wertvolle Unterstützung gab ihm stets seine Frau, Aurelia Zolg. Besondere Höhepunkte in seiner Zeit als Dirigent waren Chorkonzerte, die viel Zeit und Energie in Anspruch nahmen. Sie standen jeweils unter einem Thema: Geistliche Musik zum Advent – Einstimmung auf Weihnachten; zum Christkönigsfest; Lieder und Gedanken zur Heiligen Woche; Marias Leben; unter anderem "Schöne Meditationstexte" waren stets Bestandteil der Konzerte. Konzertbesucher waren beeindruckt und begeistert. „Für mich war die Mitwirkung bei Festgottesdiensten an kirchlichen Feiertagen auch immer ein Höhepunkt.

Ich hatte schöne Momente mit meinem Chor und es hat mir Spaß gemacht“, so Zolg. Auch gesellige Stunden, Ausflüge, die Romfahrt und besonders die Chorreise nach Assisi als Impuls für das Konzert „Franz von Assisi begegnen“ sind in dankbarer Erinnerung. In den 90iger Jahren wurden die Chorkonzerte gemeinsam mit dem Kirchenchor Brenden aufgeführt. Zehn Jahre als Leiter beider Chöre konnte Gerhard Zolg die Sänger zusammen bringen und Auftritte gemeinsam meistern.

Gerhard Zolg mit Ehrenurkunde des Cäcilienverbandes der Erzdiözese Freiburg.
Gerhard Zolg mit Ehrenurkunde des Cäcilienverbandes der Erzdiözese Freiburg. | Bild: Ursula Ortlieb

Am 26. November wird der Kirchenchor Birkendorf das letzte Konzert unter der Leitung von Gerhard Zolg geben. „Danach ist für mich Schluss. Es ist, wie wenn man ein Kind gehen lässt. Man ist entlastet aber wehmütig“, resümiert Gerhard Zolg. Langeweile kennt er nicht. „Ich habe noch viel, was ich machen will und wofür ich bisher nie Zeit hatte.“ Seiner Nachfolgerin, Beatrice Kohler, wünscht er alles Gute und hofft, dass der Chor weiterhin das Kirchenjahr begleiten wird. „Dies wird immer schwieriger. Die Sänger, die aus Verbundenheit mit der Kirche zum Lob Gottes singen, werden sicherlich seltener und damit weniger werden“, schrieb Gerhard Zolg als Co-Autor in der Dorfchronik „90 Jahre Heimat – 60 Jahre Tourismus – 12 Jahre Rothauser Land“. Zolgs Wunsch für die Zukunft: „Es wäre der Kirchengemeinde zu wünschen, dass ein Sängerstamm dem Chor treu bleibt und dieser durch Projektsänger bei besonderen Anlässen ergänzt wird.“

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