Es war eine Aneinanderreihung unglücklicher Umstände, die zu einem außergewöhnlichen Einsatz der Feuerwehren aus dem Steinatal geführt hätten und die geeignet waren, zu zeigen, welche Bandbreite die Einsatzkräfte leisten müssen. Erschwert wurden die Hilfsleistungen durch die Dunkelheit, denn man hatte die Herbstabschlussprobe in die Abendstunden verlegt. Technische Hilfeleistung, Menschenrettung und Löscheinsatz zeigte die gemeinsame Übung der Feuerwehren aus Ober- und Untermettingen.

Eine Verkettung von Unfällen als Herausforderung

Das Szenario der Übung in Obermettingen: Eine Person verunglückt bei Arbeiten an einem Fahrzeug unter der Hebebühne, wird eingeklemmt und ist auf Hilfe angewiesen. Aus der nebenliegenden Werkstatt von Roland Gantert eilt der Besitzer zum Eingeklemmten. Dabei stößt er unbemerkt eine Lötlampe in der Werkstatt um, Öllappen und weitere brennbare Stoffe entzünden sich. Als er diese Situation erkennt, versucht er, zu löschen. Durch die starke Rauchentwicklung wird er bewusstlos.

Die Menschenrettung stand im Mittelpunkt der Herbstabschlussprobe der Feuerwehren Ober- und Untermettingen.
Die Menschenrettung stand im Mittelpunkt der Herbstabschlussprobe der Feuerwehren Ober- und Untermettingen. | Bild: Werner Steinhart

Für die Feuerwehrleute war es ein Kampf gegen die Zeit. Die Obermettinger Wehr war mit beiden Fahrzeugen TSF schnell vor Ort, legte eine Schlauchleitung für den Löschangriff, die Atemschutzträger kümmerten sich um den eingeschlossenen Bewusstlosen und ein weiterer Trupp war dabei, den Eingeklemmten mittels eines Hebekissens aus seiner misslichen Lage zu befreien. Sowohl der Verletzte als auch der Bewusstlose wurden vom DRK Steinatal, das inzwischen eingetroffen war, übernommen und erstversorgt. Die Untermettinger Wehr hatte für weitere Wasserentnahme aus dem ehemaligen Wasserspeicher zu sorgen und die aus der Werkstatt geborgenen Gasflaschen abzukühlen.

Zahlreiche Zuschauer zeigten auch zu kalter nächtlicher Stunde Interesse an der Arbeit der Feuerwehren aus dem Steinatal.
Zahlreiche Zuschauer zeigten auch zu kalter nächtlicher Stunde Interesse an der Arbeit der Feuerwehren aus dem Steinatal. | Bild: Werner Steinhart

Als sehr interessant bezeichnete Gesamtkommandant Oliver Kraus die Abschlussprobe, lobte die Zusammenarbeit der beiden Abteilungen und sagte: „Macht weiter so!“ Bürgermeister Tobias Gantert betonte: „Die Gemeinde und ihre Bürger können beruhigt sein bei solch einer gut aufgestellten Feuerwehr.“ Obermettingens Ortsvorsteher Norbert Ebi freute sich über die Neuzugänge bei der Feuerwehr. Trotz der kalten abendlichen Stunde hatten sich zahlreiche Zuschauer zur Probe eingefunden, die von Daniel Blattert über die Arbeit der Feuerwehren informiert wurden. Zufrieden zeigten sich die Abteilungskommandanten Siegfried Maier (Obermettingen) und Sven Hainke (Untermettingen). Sie dankten den Zuschauern für ihr Interesse, dem DRK für seinen Einsatz und Roland Gantert für die Bereitstellung des Anwesens.