Unter großer Anteilnahme zahlreicher Kollegen wurden vor Beginn der öffentlichen Gemeinderatssitzung zwei langjährige Mitarbeiter der Gemeinde von Bürgermeister Christian Behringer aus ihrem offiziellen Arbeitsleben verabschiedet. Die Leiterin des Mitmachmuseums, Angelika Heller, und Klärwärter Lothar Jäger sind in den vorgezogenen Ruhestand getreten. „Sie haben etwas gemeinsam – beide sind 63 Jahre und in die gleiche Klasse gegangen. Und beide haben einen Auflösungsvertrag mit der Gemeinde gemacht“, erklärte der Rathauschef, wie das heute heißt, wenn jemand vorzeitig in den Ruhestand tritt.

  • Angelika Heller: Wie Bürgermeister Christian Behringer in seiner Laudatio hervorhob, begann Angelika Heller am 2. Januar 1997 ihren fast 23-jährigen Dienst bei der Gemeinde. Zunächst befristet, nach Ablauf der Mutterschutzzeit der damaligen Bürgermeister-Sekretärin Sabine Gfrörer dann in Vollzeit, trat sie deren Nachfolge an. Im Vorzimmer des Bürgermeisters habe Angelika Heller vielfältige Aufgaben erledigt, sagte Christian Behringer und berichtete, dass sie unter anderem auch für das Mitteilungsblatt, das Dorffestprogramm und das Partnerschaftskomitee verantwortlich war. Am 1. September 2014, unmittelbar nach der Eröffnung, übernahm Angelika Heller die Leitung des neuen Schwarzwaldhauses der Sinne. Das Mitmachmuseum habe sie maßgeblich geprägt und positiv beeinflusst, betonte Christian Behringer. Parallel habe sie noch die Arbeiten für das Partnerschaftskomitee mitgemacht und sich als Bindeglied zwischen der Gemeinde und dem Ortsseniorenrat engagiert. Erfreulich fand er, dass sie dies auch weiterhin tun wolle. „Sie hat sich mit dem Haus der Sinne identifiziert und die Einrichtung ‚mitgelebt‘“, lobte Christian Behringer und überreichte der am 30. September ausgeschiedenen Mitarbeiterin eine No Clock-Uhr, die sie an das Mitmachmuseum und das Thema Zeit/Raum erinnern soll, als Präsent.
  • Lothar Jäger: Als gelernter Gas-/Wasserinstallateur und Blechner, trat Lothar Jäger als Klärwärter am 1. Januar 1985 in den Dienst der Gemeinde und damit die Nachfolge von Hans Gremme an. „Er war bis 1. November 2019 bei der Gemeinde beschäftigt, fast 35 Jahre lang, das ist eine stolze Zahl“, fand Christian Behringer und betonte in seiner Ansprache, dass während der langen Dienstzeit von Lothar Jäger zahlreiche wasser- und abwassertechnische Projekte wie Pumpwerke oder Wasserreservoirs realisiert werden konnten. Als Höhepunkt in den Jahren 1991 (Spatenstich) bis 1993 (Einweihung) nannte der Rathauschef den Neubau der zentralen Kläranlage. „Am Anfang war es so, dass die Bereitschaft nur während seiner Urlaubszeit von jemand anderem gemacht wurde“, sagte Christian Behringer und fand lobende Worte für das große Fachwissen des Klärwärters, der ansonsten zu jeder Zeit erreichbar gewesen sei. Auch sei es Lothar Jägers Verdienst gewesen, als er die ursprünglichen Pläne für die Kläranlage in Rippoldsried zu optimieren verstand. Als Abschiedsgeschenk überreichte ihm der Bürgermeister eine ovale Holztafel, auf der „seine“ Kläranlage und sein musikalisches Hobby zu sehen sind.

Namens der Belegschaft konnten die beiden aus den Händen der Personalratsvorsitzenden Carina Strittmatter jeweils einen Gutschein nebst den besten Glückwünschen für ihren neuen Lebensabschnitt entgegennehmen.