Bereits im Winter der vergangenen Spielsaison hatte sich der Sportverein Grafenhausen (SVG) mit Trainer Roberto Wenzler darauf geeinigt, dass nach der Runde jeder seinen eigenen Weg geht.

Zur neuen Spielrunde 2018/2019 konnte nach einigen Gesprächen Nils Boll aus Bonndorf als Nachfolger gewonnen werden. „Für uns ein absoluter Glücksgriff“, sagte SVG-Vorstand Daniel Stritt nun bei der Mitgliederversammlung.

Keine konstante Leistung

Die Leistungen der ersten Mannschaft waren in der vergangenen Spielsaison allerdings in keiner Weise konstant. „So haben wir uns die Entwicklung der Mannschaft nicht gewünscht“, fasste Vorsitzender Daniel Stritt zusammen.

Dennoch sei er froh, dass Roberto Wenzler eineinhalb Jahre lang Trainer beim SVG gewesen sei und schließlich auch eine gute Arbeit geleistet habe. Als besonders positiv bewertete er die Tatsache, dass sich der Sportverein Grafenhausen „endlich wieder einmal im Guten von einem Trainer trennte“.

Er zeigte sich überzeugt, dass der neue Trainer Nils Boll aus Bonndorf nicht nur ein absoluter Glücksgriff sei, sondern auch sportlich wie menschlich zum SVG passe. Weiterhin konnte mit Jörg Seidler ein „Top-Co-Trainer“ zur Seite gestellt werden.

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Nach der Hinrunde 2018/2019 liegt die SVG-Erste nach Meinung des Vorsitzenden im Soll. „Wenn im letzten Saisondrittel nicht so viele Verletzungen hätten verzeichnet werden müssen, wäre eine noch bessere Platzierung möglich gewesen“, hob Daniel Stritt hervor. Komplimente verteilte er an alle Aktiven, insbesondere an die Nachwuchskicker, die sich „in den letzten Spielen durchgebissen hatten“.

Neuer Trainer zeigt sich zufrieden

Worte der Zufriedenheit äußerte in seinem Rückblick auch der neue Trainer Nils Boll. Er sei in Grafenhausen nicht nur gut aufgenommen worden, sondern sei im Großen und Ganzen auch mit der Leistung der Mannschaft zufrieden.

Nach einigen Experimenten und dem Austesten des Potenzials könne er zwischenzeitlich die Leistungen der einzelnen Spieler recht gut einschätzen. Zufrieden zeigte er sich mit seinem Co-Trainer Jörg Seidler und dem Torwarttrainer David Fechtig. „Es funktioniert im Miteinander“, sagte Nils Boll.

Dank für Unterstützung

Angesichts der vielen Verletzungen sei er froh über die Unterstützung durch die Aktiven der zweiten Mannschaft. „Wenn wir die Leute gebraucht haben, hat Trainer Josef Kiefer von der Zweiten nie nein gesagt“, hob Nils Boll hervor. Die Trainingsbegeisterung sei anfangs recht gut gewesen.

Studium hält Spieler fern

Nahezu alle Spieler seien dienstags auf den Platz gekommen und seien bis an ihre Grenzen gegangen. Nach dem Ende der Semesterferien habe sich dies, bedingt durch das Studium, ein wenig gelegt. „Mit diesen Tatsachen müssen wir leben“, meinte Nils Boll.

Er sei sehr zuversichtlich, dass im Laufe der Rückrunde das vorhandene Potenzial auf dem Rasen von den Spielern auch abgerufen werde. Wichtig sei auch, dass es allen Spielern, die sehr viel Zeit investieren, schließlich Spaß mache, Fußball zu spielen.

Suche nach Schiedsrichtern

Als generelles Problem kann im Amateurfußball die Anzahl der Schiedsrichter gewertet werden. Auch in Grafenhausen sei es nicht ganz einfach, für diese Tätigkeit Aktive zu motivieren. Deshalb ist es erfreulich, dass der SVG ab sofort wieder zwei aktive Schiedsrichter hat.

Dies sind Axel Kostenbader, der im Winter einen Lehrgang absolvierte, sowie Andre Wernecke, der auch weiterhin an jedem Wochenende für den SVG Spiele pfeift. Dennoch ist der Sportverein weiterhin auf der Suche nach Nachwuchs: „Schiedsrichter kann jeder werden, ob jung oder alt“, erklärte Vorsitzender Daniel Stritt und bot jedem Interessenten Unterstützung an.