„Der Baubeginn für das Soziale Zentrum in Ühlingen wird noch in diesem Jahr erfolgen“, prognostizierte Bürgermeister Tobias Gantert in der Bürgerversammlung in der Schlüchttalhalle. Dieses zukunftsweisende Vorhaben wird sowohl in dem gemeindeeigenen Gebäude Witzhalderstraße 2 als auch mit einem Anbau realisiert werden. Die wirtschaftliche Nutzung des Gebäudes steht schon seit Jahren im Fokus der Gemeinde.

Tagespflege und seniorengerechte Wohnungen

Das denkmalgeschützte Gebäude Witzhalderstraße 2 ist ortsbildprägend, aber derzeit keine Zierde. Als mögliches Projekt hat sich die Gemeinde für die Errichtung eines Sozialen Zentrums entschieden. Bei einer sozialen Nutzung denkt die Gemeinde an eine Tagespflege und barrierefrei seniorengerechte Wohnungen.

Der Plan sieht vor, im Erdgeschoss eine Tagespflege einzurichten mit rund 16 Tagespflegeplätzen. Diese Plätze sind sowohl im Bestandsgebäude als auch im Erweiterungsbau vorgesehen. Im Obergeschoss, im bestehenden Gebäude als auch im Anbau, sind barrierefreie Wohnungen geplant. Auch bei den Wohnungen ist beispielsweise, wenn gewünscht, eine Betreuung durch die Sozialstation möglich.

Zweigeschossiger Anbau geplant

Die Pläne sehen einen zweigeschossigen Anbau an das historische Gebäude vor, ohne dass das denkmalgeschützte Anwesen beeinträchtigt wird. Im Vorfeld mussten baurechtliche Hürden überwunden werden, so der Rathauschef. Zu klären waren insbesondere denkmalschutz- und brandschutzrechtliche Fragen. Aber auch der Abstand zum Mättlenbach stellte zunächst ein Hindernis dar.

Jetzt ist Bürgermeister Tobias Gantert überzeugt: „Wir haben durch die Bauvoranfrage die grundsätzliche Bebaubarkeit nachgewiesen.“ Der Bauantrag ist nun Sache des Investors. Investor ist Herbert Duttlinger aus Riedern am Wald. Die Caritas ist Partner in kommunaler Daseinsfürsorge und zusammen sind sie gemeinsame Ansprechpartner für Menschen, denen geholfen werden muss. Das Soziale Zentrum wird nicht nur für Ühlingen sondern auch für das Umland von Bedeutung sein.

Gegenüber des künftigen Sozialen Zentrums und Feuerwehrgerätehauses hat die Gemeinde ein 6000 Quadratmeter großes Gelände. Hier kann sich der Rathauschef neben Parkplätzen für die Feuerwehr und Sozialem Zentrum als auch noch zu errichtende Heizzentrale mögliche altersgerechte Wohnhäuser vorstellen.

Für das Gelände, das dem Feuerwehrgerätehaus und dem künftigen Sozialen Zentrum gegenüberliegt, hat der Gemeinderat einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan gefasst. Vorgesehen sind Parkplätze, Heizzentrale und altersgerechter Wohnraum.
Für das Gelände, das dem Feuerwehrgerätehaus und dem künftigen Sozialen Zentrum gegenüberliegt, hat der Gemeinderat einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan gefasst. Vorgesehen sind Parkplätze, Heizzentrale und altersgerechter Wohnraum. | Bild: Werner Steinhart

„Ein genaues Konzept steht noch nicht, das erarbeiten wir in diesem Jahr“, so der Bürgermeister. Ziel wäre es, dass auf dieser Fläche altersgerechtes Wohnen möglich wird, auch Einfamilienhäuser wären denkbar. „Wir wollen das mit Investoren besprechen und so zum Ziel kommen“, ergänzt Tobias Gantert.