Das sechste Food-Truck-Festival in Rothaus hatte fünf Premieren zu bieten: Zum einen waren vier Trucks zum ersten Mal in Rothaus dabei und zum anderen gab es einen kompletten Regentag. Regen hin oder her: Nach Schätzungen des Veranstalters strömten, mit Regenschirmen ausgerüstet, auch am Sonntag rund 3000 Besucher zum Festivalgelände rund um die Brauerei Rothaus. „Am Samstag waren es bei traumhaftem Wetter zwischen 6000 und 7000“, schätzte Eric Becker, stellvertretender Gesamtverkaufsleiter der Brauerei.

Am Sonntag war der Regenschirm der ständige Begleiter.
Am Sonntag war der Regenschirm der ständige Begleiter. | Bild: Wilfried Dieckmann

In der Tat: Die hohen Besucherzahlen am Samstag übertrafen einmal mehr alle Erwartungen: „Für viele Trucks, die bei jedem Festival in Rothaus mit dabei sind, war es der umsatzstärkste Samstag“, freute sich Eric Becker, der die Anzahl der kulinarischen Fans auf rund 7000 bezifferte. Selbst an dem sonntäglichen Regentag strömten die Besucher, die allerdings aufgrund der Witterung nicht so lange auf dem Festivalgelände verweilten.

Das könnte Sie auch interessieren

Insgesamt waren 26 Food-Truck-Teams von insgesamt 120 Bewerbungen am Start, die die vielfältigste Kulinarik präsentierten. Zum ersten Mal mit dabei war der Truck „Bäristo“ aus Hamburg, der Fast Food neu interpretierte. Angeboten wurden Klassiker in einer gesünderen, fleischlosen Variante: Zum Beispiel orientalische Wrap-Rollen, Black-Beans-Burger und Gemüsefritten, die mit verschiedenen Toppings nach Lust, Laune und Geschmack variiert werden konnten. „Don Peppino“ aus Rheinhausen kam mit einem Schmuckstück nach Rothaus: eine 70er-Jahre Retro-Ape mit Sonderaufbau.

Die Besucher ließen sich den Genuss durch den Regen nicht vermiesen.
Die Besucher ließen sich den Genuss durch den Regen nicht vermiesen. | Bild: Wilfried Dieckmann

Auf kleinstem Raum zauberte das Team Milch- und Fruchtspeiseeis nach original sizilianischen Rezepturen. Neu auch ein zwölf Meter langer Reisebus, der zur professionellen Gourmetküche umgebaut worden war. Inhaberin Pui Wah Bäzner-Chow hat sich der südchinesischen Hongkong-Küche und der taiwanesischen Küche verschrieben. Ein Klassiker der sächsischen Küche mitten im Hochschwarzwald war das Team StreetFood Chimps, das Dresdner Handbrot „Classic“ – mit Käse, Lauchzwiebel und Rinderspeck – sowie „Rustikal“ mit Salami und Jalapenos servierte.

Das könnte Sie auch interessieren

Von Seiten der Rothaus Brauerei wird versucht, internationale Küche für das Festival zu gewinnen: „Von 26 Teams gab es in diesem Jahr nur vier Trucks, die Burger angeboten haben“, betonte Becker. Es gab amerikanisches, klassisches Street Food sowie französische, italienische, orientalische, philippinische, mexikanische, sächsische, schwedische, taiwanesische, thailändische und regionale Angebote.

Ein attraktives Musikprogramm gab es auf der Festivalbühne.
Ein attraktives Musikprogramm gab es auf der Festivalbühne. | Bild: Wilfried Dieckmann

Die Jury, bestehend aus Björn Graf Bernadotte, Starkoch Jörg Ilzhöfer, Grillprofi Tom Heinzle und Radiomoderatorin Stefanie Anhalt hatten bei der Bewertung der Gerichte die Qual der Wahl. Der 1. Platz der Auszeichnung „Rothaus Food Truck of The Year 2019“ in der Kategorie Jury Award, dotiert mit 2000 Euro, wurde vergeben an Adobo aus Frankfurt am Main. Das Team war auch Gewinner im vergangenen Jahr und hat somit den Titel erfolgreich verteidigt. In der Kategorie Longest Trip ging der Preis mit 1500 Euro an „Bäristo“ aus Hamburg. Für die Fahrt von Hamburg nach Grafenhausen-Rothaus hatte das Team 811 Kilometer zurückgelegt. An beiden Veranstaltungstagen wurde den Besuchern ein attraktives Musik- und Künstlerprogramm auf der Festivalbühne am Biergarten geboten.