Mit Kanonenfeuer wurde der fünfte Mittelaltermarkt im Kloster in Riedern am Wald eröffnet. Das Organisationsteam hatte die geladenen Gäste zu einer ersten Begrüßung zum Feldlager im Pfarrgarten eingeladen. Von dort ging es gemeinsam zum Eröffnungs-Salut der Kanonieren der Gemeinde Ühlingen-Birkendorf und den Klettgaukanonieren auf Kommando von Bruno Gromann. Neun Kanonen und zwei Handfeuerwaffen standen vor der Pfarrkirche St. Leodegar – so viele, wie noch nie zuvor. Vielleicht in der Hoffnung, den angesagten Regen zu vertreiben.

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Den Einzug ins Festgelände führten die Spielleut Skadefryd an, gefolgt von den Organisatoren, Bürgermeister Tobias Gantert, den Ortsvorstehern Albert Baumeister (Riedern) und Christoph Wehle (Hürrlingen) zum Fassanstich auf der Naturbühne. Tobias Gantert dankte hat vor dem mittelalterlichen Publikum den teilnehmenden Vereinen, die für das Wohl der Gäste sorgten und den Organisatoren, allen voran der Familie Thiel, für den Einsatz an diesem Spektakulum.

Mit einem Schlag: Bürgermeister Tobias Gantert und Ortsvorsteher Albert Baumeister eröffnen mit dem Fassanstich den Mittelaltermarkt. Im Hintergrund Margit Rhode und Andreas Thiel vom Organisations-Team.
Mit einem Schlag: Bürgermeister Tobias Gantert und Ortsvorsteher Albert Baumeister eröffnen mit dem Fassanstich den Mittelaltermarkt. Im Hintergrund Margit Rhode und Andreas Thiel vom Organisations-Team. | Bild: Elisabeth Baumeister

Ortsvorsteher Albert Baumeister gab auch im Namen seines Kollegen Christoph Wehle den Dank an den Bürgermeister zurück: „Wir haben einen Bürgermeister, der für solche Aktivitäten ein offenes Ohr hat“, sagte Baumeister. Beim Fassanstich floss bereits nach einem Schlag das Freibier. Die Spielleut Skadefryd gaben vor einem begeisterten Publikum ein kleines Eröffnungskonzert. „Habt Dank für euer Handgeklapper“, bedankte sich der Bandleader.

Handwerker zeigen alte Technik

Schon sehr bald hatte das ehrbare alte Handwerk auf dem Festgelände die interessierten Besucher angezogen. Der vordere, barocke Klostergarten bot ein buntes Bild aus den früheren Zeiten. Die Besucher konnten den Frauen am Spinnrad, einem Korbmacher, einer Ledernäherin und einem Steinmetz über die Schultern schauen.

Mit Konzentration: Beliebt war am Mittelaltermarkt in Riedern das Armbrustschießen beim „Historischen Berau“.
Mit Konzentration: Beliebt war am Mittelaltermarkt in Riedern das Armbrustschießen beim „Historischen Berau“. | Bild: Elisabeth Baumeister

Ganz besondere Düfte gingen von der Seifensyderey und den Kräuterständen aus. Selbstgemachte Köstlichkeiten gab es auch beim Klosterladen und am Käsestand. Im Innenhof hatten zwei Schmiede eine Esse aufgebaut und das fast vergessene Handwerk am Amboss vorgeführt. Beim Theaterverein Zeitschleuse konnten die Besucher das Theaterschiff „Rouenaise“ besichtigen.

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Am Stand mit Holzspielwaren kamen vor allem die kleinen Buben ins Schwärmen, sie wollten mit Schild und Schwert zu echten Rittern werden. Bertram der Wanderer zog die Kinder mit seinen beinahe unglaublichen Geschichten immer wieder in seinen Bann.

Mit Konzentration: Beliebt war am Mittelaltermarkt in Riedern das Armbrustschießen beim „Historischen Berau“.
Mit Konzentration: Beliebt war am Mittelaltermarkt in Riedern das Armbrustschießen beim „Historischen Berau“. | Bild: Elisabeth Baumeister

Die Klänge der Band Runeas und die Tanzaufführungen von den Tanzmägden Springkraut sorgten zusätzlich für Mittelalter-Feeling. Es gab eine Vielfalt an Speisen – umgeben von liebevoll geschmückten Ständen konnte man alles unter Dach genießen. Das war umso besser, als am Samstagnachmittag für drei Stunden ein Regenschauer über das Festgelände ging. Aber rechtzeitig zum Abendprogramm schien die Sonne wieder.

Feuershow und Feuerwerk

So konnte die Szeneband Metusa mit ihrem Konzert das Publikum begeistern. Anstatt der geforderten Zugaben bei der Feuershow von Grisu Alam wurde die Aufmerksamkeit vom Publikum spontan auf das prächtige Feuerwerk über dem Klosterhimmel gelenkt, das den Zapfenstreich angekündigte. Am Sonntag hat das Treiben bei bestem Wetter wieder seinen Lauf genommen.