Mit den Mittagsglocken von der Turmuhr haben die Böllerschützen aus Ühlingen-Birkendorf und die Klettgau-Kanoniere mit Salut lautstark den Start zum vierten Mittelaltermarkt gegeben.

<strong>Startschuss:</strong> Die Böllerschützen eröffnen den vierten Mittelaltermarkt im Kloster.
Startschuss: Die Böllerschützen eröffnen den vierten Mittelaltermarkt im Kloster.

Bereits zum Startschuss haben sich sehr viele Besucher, darunter echte Mittelalter-Freaks, eingefunden. Mit den Worten „Herzlich willkommen ihr stolzen Ritter, ihr holden Mägde, ihr rechtschaffenen Knechte und ihr sonderbaren Gesellen.“ Wurden alle vom Ortsvorsteher Albert Baumeister begrüßt. Begleitet von den Musikgruppen „Pestbeulen“ und den „Spielleut Skadefryd“ zusammen mit dem Organisationsteam zogen sie durch das „Rote Tor“ in den historischen Pfarrgarten ein.

Innerhalb der Klostermauern bot sich den Besuchern ein wahrlich buntes Bild – zurück in die Vergangenheit. Ein feiner Markt mit einem umfangreichen Angebot. Auf der Freibühne konnte der Ortsvorsteher den Hausherr, Pfarrer Thomas Schwarz, die Bundestagsabgeordnete Gabriele Schmidt, den Landtagsabgeordneten Felix Schreiner, und Pfarrer Thomas Fritz, der dieses Spektakel ins Leben gerufen hat, willkommen heißen. Baumeister überbrachte Grüße vom „Obervogt“ Tobias Gantert und richtete Dankesworte an die Vereine, an das Organisationsteam, vor allem an die drei Thiels. „Ihr habt eine perfekte Leistung erbracht.“ Der Ortsvorsteher hat das Bier angestochen und zum Freibier eingeladen: „An dieser Stätte muss keine Kehle verdorren. Hier ist frohe Atzung. Schenket ein und tischet auf.“

Zum Freibier boten die „Skadefrey“ mit ihren Lumpenliedern beste Unterhaltung. Die „Pestbeulen“ boten ihre musikalische Unterhaltung auf dem Marktgelände. Die unterschiedlichsten Tänze boten die Tanzmägde „Springkraut“. Geschichtenerzähler „Bertram der Wanderer“ war schnell umlagert und Klein und Groß lauschten seinen Märchen. Die „Historischen aus Berau“ als auch „Bernhard der Gaukler“ waren an beiden Tagen Anziehungspunkte. Interessiert schauten die Gäste den Handwerkern über die Schulter, so dem Schmied, dem Korbflechter, dem Bürstenmacher, der Glasperlendreherin und mehr.

Die unterschiedlichsten Düfte wehten den Gästen um die Nase: Schwein, Ziege, Wild, Fisch, Käse, Waffeln und Kuchen und vieles mehr. Es musste niemand Hunger leiden und auch keinen Durst. Ein Novum war das Rittermahl im Gewölbekeller, das durch die Gruppe „Black Forest Culture“ (Grafenhausen) ausgerichtet wurde. Hundert Rittermal-Liebhaber haben dort gespeist. An den Marktständen zogen Schmuck, Schwerter, Kleidung und Felle die Käufer in ihren Bann. Auch selbstgemachte Liköre, Marmelade und Seifen konnte man erstehen. Fahrendes Volk begleitet von Ziegen mit Handkarren bot ihre Ware feil. Drei exotische Schweine, wohl die sogenannte Durocs, weilten im Pferch unter den Bäumen.

<strong>Rittermahl:</strong> Im Gewölbekeller des Klosters genossen Besucher ein Rittermahl.
Rittermahl: Im Gewölbekeller des Klosters genossen Besucher ein Rittermahl.

Höhepunkte waren die Auftritte von „Metusa“ und die phänomenale Feuershow mit „Grisu Alaman“. Vor der Bühne gab es kein Durchkommen mehr. Mit einem großen Feuerwerk wurde am ersten Tag der Zapfenstreich angekündigt. Der Mittelaltermarkt 2017 kann an den Erfolg der bisherigen Märkte anknüpfen. Es kamen ungefähr 3500 Besucher in die Klosteranlage im Herzen von Riedern. Die Verantwortlichen waren zufrieden. Viele Besucher lobten das liebevolle Ambiente. Der Erlös dieser Veranstaltung geht in den Erhalt des ehemaligen Klosters, welches sich im Besitz der Pfarrgemeinde Riedern am Wald befindet.

Spektakel: Bei phänomenalen Feuershow mit Grisu Alaman drängsten sich die Besicher vor der Bühne. Bilder: Elisabeth Baumeister
Spektakel: Bei phänomenalen Feuershow mit Grisu Alaman drängsten sich die Besicher vor der Bühne. Bilder: Elisabeth Baumeister