Ühlingen-Birkendorf Regionalwerk Hochrhein geht an den Start

Gründung des neuen Anbieters von Strom. Lauchringen und Wutöschingen arbeiten zusammen. Übernahme des Netzes zum 1. Januar.

Das Stromnetz in Lauchringen und Wutöschingen geht ab 1. Januar in kommunale Hand. Die beiden Gemeinden gründeten am Freitag das Regionalwerk Hochrhein GmbH (RWH) als Stromnetz-Betreibergesellschaft. Partner sind Badenova und die Stadtwerke Waldshut-Tiengen.

Hinter der Idee, sagte Bürgermeister Thomas Schäuble, standen die Stärkung der regionalen Energiewirtschaft und der Wunsch, diese in die eigenen Hände zu nehmen. Dafür galt es, „Verbündete“ zu suchen und da die Gemeinde Wutöschingen ebenfalls solche Überlegungen anstellte, fand Lauchringen in der Nachbargemeinde einen Partner.

Lauchringens Rathauschef zeigte sich optimistisch: „Wir sind super aufgestellt. Wir wissen, das Regionalwerk Hochrhein hat Aussicht auf Erfolg.“ Wenn auch Wutöschingens Bürgermeister Georg Eble den Weg bis zur Realisierung des RWH als „abenteuerlich“ bezeichnete, so ist er überzeugt: „ Es hat sich gezeigt, dass dieser Weg der richtige war.“ Für Eble ist es von immenser Bedeutung, dass Gemeinden in Zukunft zusammenarbeiten müssen und dies kann in verschiedenen Bereichen geschehen. Er zeigte sich auch überzeugt, dass mit Badenova und den Stadtwerken Waldshut-Tiengen die besten Partner gefunden wurden. „Für die Region und unsere Bürger sind die energiepolitischen Weichen richtig gestellt“, sagte Eble. Badenova und die Stadtwerke Waldshut-Tiengen seien eingebunden, damit die Gemeinden Lauchringen und Wutöschingen als politische Impulsgeber des RWH nicht eigenes enrergiewirtschaftliches Know-how aufbauen oder teuer einkaufen müssten.

So werden die Stadtwerk Waldshut-Tiengen die technische und Badenova die kaufmännische Betriebsführung übernehmen.

Optimismus auch vom Geschäftsführer der Stadtwerke Waldshut-Tiengen GmbH, Horst Schmidle: „Ich bin zuversichtlich, dass dies ein Erfolgsmodell wird.“

Auch Martin Albers, Oberbürgermeister von Waldshut-Tiengen, freut sich auf die Zusammenarbeit: „Wir müssen in Zukunft noch mehr zusammenarbeiten als bisher. Unsere Einwohner müssen sehen, dass wir für unsere Netze selbst sorgen“, sagte er.

Als außergewöhnlich bezeichnete Badenova Vorstand Mathias Nikolay die Neugründung: „ Wir kennen und verstehen energiepolitische Ziele und Wünsche dieser Region und wir sehen uns in der Pflicht, diese Ziele und Wünsche durch unser unternehmerisches Handeln zu erfüllen.“ Der neue Aufsichtsratsvorsitzende, Bürgermeister Schäuble, sieht darüber hinaus auch Möglichkeiten der räumlichen Ausdehnung: „ Unser Regionalwerk Hochrhein steht auch anderen Gemeinden offen.“

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