Sie steht seit Jahrzehnten auf der Wunschliste der Löhninger: die Sanierung der Ortsdurchfahrt. Jetzt soll sie umgesetzt werden. Die geplanten Kosten für die Sanierung belaufen sich nach neuesten Berechnungen auf 870.000 Euro, nachdem verschiedene Einsparpotentiale genutzt worden sind. So soll die Dorfplatzgestaltung zurückgestellt oder deutlich reduziert werden.

Der Vollausbau der Straße nach Krenkingen wird nur bis Wohnhaus 8 berücksichtigt. Der weitere Teilabschnitt in Richtung Krenkingen soll bis Ortsende in Hocheinbau ertüchtigt werden. Unter Berücksichtigung der bestehenden Regenwasserableitungen kann eine Reduzierung der Leitungen erfolgen. „Durch die günstige Ausschreibung kann auch von bisherigen Einsparmöglichkeiten abgesehen werden“, so Gantert.

Der Baubeginn soll so bald als möglich erfolgen. Der Gemeinderat hat die Verwaltung zur Vergabe der Straßen-, Kanal- und Wasserversorgungsarbeiten an die niedrigste Bieterin, die Firma Staller, Grafenhausen ermächtigt zu einer Angebotssumme von 636.000 Euro. Die Ermächtigung war nötig, da die jüngste Gemeinderatssitzung abgesagt wurde.

Die Kosten für die Straßensanierung rühren in erster Linie aus der Vielzahl an notwendigen Einzelmaßnahmen. Die Straßenoberfläche ist äußerst stark beschädigt, ein angemessener Straßenunterbau ist nicht vorhanden, zudem gibt es keine Oberflächenentwässerung. Die Wasserleitungen unter der Straße sind sehr alt und weisen einen zu geringen Durchmesser auf. Dafür ist der Schmutzwasserkanal noch in einem guten Zustand. Im Haushalt 2020 und 2021 sind insgesamt 1,25 Millionen Euro veranschlagt; Zuschüsse gibt es in Höhe von 355.000 Euro.

„Wir werden alsbald, sobald es die derzeitige Lage wieder zulässt, auf die Bürgerinnen und Bürger Löhningens zugehen, um die individuellen Themen zu besprechen“, so Gantert. Die Verwaltung kann auf Erfahrungen aus der Ortskernsanierung Ühlingen zurückgreifen. So wäre es denkbar, die Hausanschlüsse der Wasserversorgung mit zu erneuern, Breitband direkt ins Haus zu legen und die Hofplätze mit zu beauftragen.

„Voraussichtlich verzichten wir in der derzeitigen Situation auf eine Bürgerversammlung“, so der Rathauschef. Vielmehr sollen Einzelgespräche mit den Bürgern geführt werden. Wichtig für die betroffenen Einwohner: es handelt sich in Löhningen um eine „historische Straße“, sodass Straßen-Erschließungs-Beiträge von den Anliegern nicht erhoben werden können.

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