Nach musikalischem Auftakt durch die Trachtenkapelle eröffnete Ortsvorsteher Ralf Isele die Bürgerversammlung in der Dorfhalle. Rund 100 Teilnehmer waren anwesend, darunter viele junge Leute. Ein besonderer Gruß galt Bürgermeister Tobias Gantert und Ehefrau Angela sowie Iseles Vorgänger Rudi Zimmermann.

Für ehrenamtliches Engagement dankte Ortsvorsteher Ralf Isele an der Bürgerversammlung zwölf Personen mit einem Präsent. Von links: Ralf Isele, Bernhard Bockstaller, Roland Ebner, Martina Hepp, Paul Kaltenbach, Maria Sutter, Stefan Preiser, Melanie Kaiser, Paul Hegi, Otmar und Ursula Isele, Karl Morath und Karin Klöden.
Für ehrenamtliches Engagement dankte Ortsvorsteher Ralf Isele an der Bürgerversammlung zwölf Personen mit einem Präsent. Von links: Ralf Isele, Bernhard Bockstaller, Roland Ebner, Martina Hepp, Paul Kaltenbach, Maria Sutter, Stefan Preiser, Melanie Kaiser, Paul Hegi, Otmar und Ursula Isele, Karl Morath und Karin Klöden. | Bild: Ursula Ortlieb
  • Ehrenamt: Das Miteinander Füreinander wird in Brenden beispielhaft erfüllt. 17 Personen wurde für ehrenamtliche Tätigkeiten besonders gedankt. Zweitwohnungsinhaber Paul Hegi aus der Schweiz, der sich in Brenden um die Pflege der Ruhebänke kümmert, sagte: „So etwas wie in Brenden ist einmalig. Später ziehen wir ganz hierher.“ Ob Gemeindewaage, Dorfputzete oder Blumenpflege, es wurde viel ehrenamtlich erledigt. „Mit einem persönlichen Gespräch und Vernunft konnten wir Probleme aus der Welt schaffen“, wie zum Beispiel der desolate private Zaun beim Nachbargrundstück zur Halle. Mit Beachvolleyball-Platz und super präparierter Piste mit Skilift haben wir attraktive Freizeitangebote“, so Ralf Isele.
  • Dorfhalle: „Die Realisierung der neuen Dorfhalle hat für den Ortschaftsrat Priorität. Nach Standortbestimmung geht es 2019 an die Planung. Wir brauchen die Halle für das Vereins- und Dorfleben“, so Ortsvorsteher Ralf Isele. Die Kosten sind mit 1,5 Millionen Euro veranschlagt. Bürger sind eingeladen, ihre Ideen einzubringen.
  • Breitbandversorgung: Von der Telekom wurde für Brenden der Anschluss für schnelles Internet in Aussicht gestellt. Die zweite Möglichkeit wäre ein Anschluss durch die Gemeinde an die geplante Backbone Leitung des Landkreises von Berau her. Auf die Frage eines Bürgers: „Was ist, wenn Telekom den Anschluss nicht macht?“, versicherte Bürgermeister Tobias Gantert: „Ob mit oder ohne Telekom, spätestens 2020 soll auch Brenden Breitbandversorgung bekommen.“
  • Kindergarten: Der Kindergarten Brenden muss mangels Kinder geschlossen werden. Eine Betreuung von weniger als zehn Kindern ist pädagogisch nicht sinnvoll und finanziell nicht vertretbar. Platz bietet der Kindergarten Berau, der 2019 erweitert werden soll.
  • Bausachen: Damit in Brenden wieder gebaut werden kann, soll das Baugebiet Wiesengrund überplant werden. Auf dem Friedhof soll ein neues Urnenfeld angelegt werden. Grafenhausen wird sich für die Nutzung durch Staufen, Bulgenbach und Heidenmühle an den Kosten beteiligen. Bürgermeister Tobias Gantert informierte über Maßnahmen und Investitionen der Gemeinde und meldete, die gute Nachricht sei, dass Schulden der Kommune weiter abgebaut werden können. Der Breitbandausbau gehe gut voran. Weiter berichtete Gantert über das Projekt „Nachbarschaftshilfe“. Dazu gibt es am 19. März eine Informationsveranstaltung.
  • Blutspenderehrung: André Dumas wurde für 175 maliges Blutspenden geehrt. „Das habe ich noch nie erlebt“, staunte Bürgermeister Gantert und überreichte Ehrennadel und Urkunde. Und André Dumas antwortete: „So Gott will, schaff ich die 200 auch noch.“

Bürgermeister und Ortsvorsteher warben für Beteiligung bei den Kommunalwahlen. Brendens Ortschaftsräte wollen alle weiter machen. Auf Rudi Zimmermanns Frage nach Notfalldosen (Inhalt sollen wichtige Informationen über den Benutzer im Notfall enthalten und werden an der Haustür befestigt) antwortete der Bürgermeister, dass diese im Rathaus bezogen werden können. Seine Stellvertreterin Sybille Preiser dankte Ralf Isele für die gute Arbeit: „Die Sitzungen mit Dir machen Spaß, weil auch der Humor nicht zu kurz kommt.“