Die Grafenhausener Galgenvögel feiern ihr 50-jähriges Jubiläum. Weder Schnee, noch Regen konnte sie und ihre Besucher vom närrischen Treiben abhalten. Im Gegenteil: Mit einer „Jetzt erst recht!“-Einstellung wurde der erste Tag des närrischen Wochenendes zu einem großen Erfolg.

Los ging es am Nachmittag mit dem Narrenbaumstellen durch die Lenzkircher Patenzunft und einem zünftigen Fassanstich. Natürlich packten auch Galgenvögel bei der schwierigen Aufgabe an, schließlich ist man mit 50 im besten Alter. Das Narrendorf auf dem Rathausplatz wurde offiziell eröffnet und viele der trotz widriger Wetterumstände zahlreich erschienenen Besucher flüchteten sich in die Zelte. Die Pause wehrte jedoch nicht lange. Nachdem der Baum aufgestellt und exakt ausgerichtet war, machte sich der Narrennachwusch als Kinderumzug auf den Weg durch das Ortszentrum. Gut 200 kleine Hästräger zeigten stolz, dass Narretei einem oft in die Wiege gelegt wird. 

Bei der Narrenmesse in der katholischen St. Fideskirche fanden sich schließlich zahlreiche der Narren ein, um eine christlich-närrische und närrisch-christliche Narrenmesse zu feiern. Andere bereiteten sich in den verschiedenen Zelten auf den Höhepunkt des Abends vor. Um genau 19.31 Uhr war es dann soweit. 30 Gruppen zogen bei strömendem Regen durch das Zentrum von Grafenhausen. Und sie gaben sich tapfer und trotzten Wind und Wetter. Zuvor war noch der gröbste Schneematsch aus dem Weg geräumt worden. Das Finale schließlich gehörte ganz und gar den Tiengener Schlosshexen. Nachdem der feuchte Scheiterhaufen schließlich entzündet war, zeigten sie ihr spektakuläres Ritual des Hexensprungs. Zumindest ihnen dürfte bei dem gelungenen Narrentreffen der Galgenvögel mehr als warm unterm Häs gewesen sein.