Der Mehrgenerationenpark in Ühlingens Ortsmitte nimmt Gestalt an. Die Grünoase im Herzen Ühlingens liegt im dritten Bauabschnitt der Ortskernsanierung, die derzeit im Gange ist. Mit einer Pflanzaktion mit Gehölzen im Randbereich ausgeführt von Bürgerinnen und Bürgern ist ein Großteil der Arbeiten nun beendet. Der Mehrgenerationenpark war ein Wunsch des Ühlinger Ortschaftsrats und ersetzt nun den ehemaligen Kurpark.

In den Sommermonaten sicherlich ein Anziehungspunkt für Kinder, die Wasserpumpe mit anschließendem Wasserlauf.
In den Sommermonaten sicherlich ein Anziehungspunkt für Kinder, die Wasserpumpe mit anschließendem Wasserlauf. | Bild: Werner Steinhart

Die Bedeutung des Kurparks ist schon seit Jahren vorbei. Damalige aufwändige Blumenrabatte wichen einer Rasenfläche, einige Wegstrukturen waren noch erkennbar. Die Anlage war weder attraktiv noch zeitgemäß. Von großer Bedeutung für den Park war und ist der Erhalt der mächtigen Blutbuche, die laut eines Gutachtens im Rahmen einer Vitalitätsprüfung auf 180 Jahre geschätzt wurde. Die Blutbuche dominiert mit ihrer mächtigen Ausladung den Bereich zur Hauptstraße hin. Ein Blickpunkt ist auch die 100-jährige Ulme am oberen Teil des Parks und die alte Zierkirsche.

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„Ziel bei der Umgestaltung war es auch, wichtige Bäume stehen zu lassen“, betont der Planer Christian Burkhard. Zwei weitere Bäume sind noch geplant, zum einen ein Tulpenbaum, zum andern ein Schnurbaum, beides Bäume, die dem Klima angepasst sind. Am selben Ort erhalten wird auch der alte Brunnen von 1889 mit den Fußballerfiguren des Ühlinger Künstlers Erich Rastätter.

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Der Mehrgenerationenpark hat zwei Eingänge von der Hauptstraße aus. Serpentinenartig führt jetzt ein gepflasterter Weg durch den Park. Auch war von großer Wichtigkeit, dass der Mehrgenerationenplatz barrierefrei ist, das bedeutet auch, dass die Wege keine allzu großen Steigungen aufweisen dürfen. In den Kurven bieten sich prägende Sitzelemente zum Ausruhen und Verweilen an. Der neue Mehrgenerationenpark ist auch ein Werk der Ühlinger Bürgern, die im Vorfeld ihre Ideen und Wünsche eingebracht hatten.

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„Es sind alle Ideen der Bürger verwirklicht worden“, betont Ortsvorsteher Klaus Müller. Im Vordergrund stand auch die Vorgabe, dass der Park pflegeleicht ist, was durch die offene Mitte nun gewährleistet ist. Knapp 100 Gehölze, einheimische Sträucher, an den Rändern des Parks pflanzten Ortschaftsrat und Bürger. Am oberen Ende des Parks ist ein kleiner Platz eingerichtet worden, der als Bouleplatz oder auch für Veranstaltungen geeignet ist. Der Park ist für alle Generationen konzipiert, sollte aber keinesfalls ein Spielplatz werden, und so finden sich auch für Kinder kleiner Spielmöglichkeiten zum Hüfen, oder ein Drehteller oder ein Sprachrohr und was sicherlich in den Sommermonaten begeistern wird, eine Wasserpumpe mit anschließendem Wasserlauf. Großer Wunsch des Ortsvorstehers ist es: „Ich hoffe, dass der Park von allen Generationen angenommen wird.“

Die Umgestaltung

Die Umgestaltung des ehemaligen Kurparks zu einem Mehrgenerationenpark ist Teil des dritten Bauabschnitts der Ortskernsanierung Ühlingen, die Arbeiten werden derzeit ausgeführt. Der Startschuss für die Umgestaltung des ehemaligen Kurparks ist im Oktober 2018 gefallen. Die Kosten für diesen Teil der Ortskernsanierung belaufen sich auf knapp 1,4 Millionen Euro. Darin enthalten sind die Kosten für den Mehrgenerationenpark in Höhe von rund 200.000 Euro