„Jung gefreit, hat nie gereut!“ Dieses Sprichwort trifft bei Paul und Margrit Strebel voll zu, wie sie anlässlich ihrer diamantenen Hochzeit versichern. Die beiden wuchsen in der Schweiz auf und haben sich kennengelernt, als die 17-jährige Margrit mit ihrer Familie – die Mutter war Italienerin, der Vater Brasilianer – nach Berikon in Pauls Nachbarschaft gezogen war. „Es war Liebe auf den ersten Blick, und wir sind seither unzertrennlich.“ Der Bräutigam war bei der Hochzeit 20, seine Braut 19 Jahre alt.

Das Ehepaar fährt ein elektrobetriebenes Auto. Das Nummernschild MP für Margrit und Paul, 193 ist das Hochzeitsdatum und E=Eheschließung. In der wärmeren Jahreszeit sind sie am liebsten mit dem Motorroller unterwegs.
Das Ehepaar fährt ein elektrobetriebenes Auto. Das Nummernschild MP für Margrit und Paul, 193 ist das Hochzeitsdatum und E=Eheschließung. In der wärmeren Jahreszeit sind sie am liebsten mit dem Motorroller unterwegs. | Bild: Ursula Ortlieb

„Wir hatten nichts, als wir geheiratet haben. Alles, was wir verdienten, mussten wir vor unserer Ehe, wie damals oft üblich, den Eltern für den Unterhalt abgeben“, erzählt das Paar. Paul Strebel arbeitete als Lastwagenfahrer und am Wochenende bei einem Sicherheitsdienst in Zürich. Seine Frau hatte zeitweise drei Arbeitsstellen. Bevor das Ehepaar eine eigene Firma in Spreitenbach erwarb, waren sie beide bei der Chocolat Frey in Buchs beschäftigt.

Stolz auf Erreichtes

„Ein Jahr lang arbeiteten wir dort von morgens 8 bis abends 22 Uhr, bis der Betrieb richtig lief“, erinnert sich Margrit Strebel. Die Kinder waren zu jener Zeit bei Bekannten untergebracht und nur am Wochenende bei den Eltern. „Uns wurde nichts geschenkt.“ 28 Jahre führten sie danach ihre eigene Firma. Wir haben beide bis zur Rente hart gearbeitet. Deshalb sind wir jetzt auch stolz auf das, was wir haben“, sagt Paul Strebel.

Altersruhesitz mit Garten

In Ühlingen kaufte das agile Ehepaar als Altersruhesitz ein Haus mit Garten, wo sie seit sieben Jahren wohnen. In ihrer Garage stehen ein Elektroauto und ein Motorroller. „Wir unternehmen gerne Spritztouren im Schwarzwald mit unserem Töff“, erzählen die beiden begeistert. 2019 hatten sie einen Sturz mit dem Roller, bei dem beide Knieverletzungen davontrugen. Trotzdem wollen sie wieder fahren, wenn das Wetter schön ist. Paul Strebel unternimmt täglich lange Spaziergänge durch den Wald. Margrit kann ihn wegen der Knieverletzung momentan noch nicht begleiten.

Paar liebt die Natur

In ihrem Alltag ist Umweltschutz für das Ehepaar wichtig. Sonnenkollektoren auf dem Dach liefern Strom. Das Regenwasser für Toilettenspülung und Garten wird in einem früheren Schwimmbecken im Keller des Hauses gespeichert. Sie lieben die Natur und Gartenarbeit. „Das hält uns fit“, sind sie überzeugt. Dementsprechend schön sieht ihr Garten auch aus. Auch Gemüse wird angebaut.

Familienfeier nach Corona-Krise

Drei Töchter, sechs Enkel und drei Urenkel, die alle in der Schweiz wohnen, gratulierten zur diamantenen Hochzeit, dürfen jedoch wegen der Corona-Krise nicht kommen. Das Fest sollte ursprünglich im „Hirschen“ in Untermettingen gefeiert werden. „Daraus wird jetzt nichts. Aber wir feiern, wenn die Corona-Gefahr vorüber ist“, sind die beiden überzeugt.

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