Mit einer ganz neuen Bühnenbildidee wurden die zahlreichen unterhaltsamen Programmpunkte mal ganz à la „Mainz bleibt Mainz“ zusammengeführt. Alles unter den Augen des hohen Narrenrat-gerichts, das über der Bühne thronte.

Begrüßt wurden die Besucher ganz standesgemäß durch das Prinzenpaar, das klarstellte: „Nach Mainz will doch kein Schwein.“ Die jungen Damen vom Narrenballett legten den Start in den närrischen Abend aufs Parkett, bevor es einem neuen Narrenrat an die Wäsche ging. Stefan Metzler meisterte die traditionelle Umkleidung auf der Bühne mit Bravour und durfte daraufhin seinen wohlverdienten Platz auf der Empore einnehmen. Die Putzfrauen räumten berufsgetreu mit dem aktuellen Dorftratsch auf und hatten währenddessen alle Hände voll damit zu tun, einen unfähigen Lehrling zu motivieren.

Die fast reibungslosen Ermittlungen im Fall des mit einer Axt ermordeten Schweizers blieben im ersten Schwarzwälder Tatort leider erfolglos, als der Scheintote mit einem Schmiergeldkoffer türmte. Ebenso erfolglos verlief die Suche nach dem Mudiator-Team, für das kurzerhand Marita Bücklers und Pfarrer Thomas Schwarz gewonnen werden sollten. „Leise brummt das Heizkraftwerk“ hörte man schließlich die Narrenratssänger intonieren, die außerdem im Stil von „Ein Loch ist im Eimer“ der Frage auf den Grund gingen, ob denn im Leerrohr des Schmittengrabens nun schon Glasfaserkabel seien und dafür viel Applaus ernteten.

Ein großer Dank gebührte Bernhard Heer, der seit 40 Jahren die Illustration sowie das Lektorat für die Fasnetzitig übernimmt. Das gesamte Zitigteam dankte ihm hierfür und überreichte ihm ein Präsent. Der kurzweilige und farbenfrohe Abend wurde neben den spaßigen Darbietungen zahlreicher Akteure und des kreativen und nahezu makellosen Balletts auch durch Waltraud Baschnagel bereichert, die in den Umbaupausen für närrische Stimmung im Publikum sorgte. Mit einem furiosen und konfettireichen Finale fand der Abend in der voll besetzten Halle schließlich einen gebührenden Abschluss.