Kurt Stulz, der ehemalige Ortsvorsteher von Birkendorf, ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Sein Leben lang war er in vielen Bereichen ehrenamtlich engagiert. Am 29. Februar 1928 kam er als Sohn des Elektromeisters Friedrich Stulz in Birkendorf zur Welt.

Die Hebamme trug damals 1. März 1928 in die Geburtsmeldung ein, was in die Bücher übernommen wurde, denn das Kind sollte ihrer Meinung nach jedes Jahr Geburtstag haben. Kurt Stulz ging in Birkendorf zur Schule, für deren Erhalt er sich später als Ortsvorsteher maßgeblich einsetzte.

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Die Ausbildung zum Elektriker folgte und danach zum Elektromeister. Nach der Heirat mit Christa, der ältesten Tochter des Birkendorfer Birkenwirts Johann Fechtig, übernahm er das Elektrogeschäft des Vaters. Seine Frau unterstützte ihn tatkräftig.

Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor, die den Betrieb des Vaters übernahmen und zukunftsorientiert erfolgreich zu einem Industriebetrieb in Grafenhausen ausbauten. Mit Kurt Stulz verliert Birkendorf einen heimatverbundenen und engagierten Bürger, der sich Jahrzehnte lang in Vereinen, oft auch als Vorsitzender oder Vorstandsmitglied, einbrachte. Die Trachtenkapelle Birkendorf ernannte ihn aufgrund seiner Verdienste zum Ehrenmitglied.

Er prägt Geschicke des Ortes

Als Kommunalpolitiker prägte Kurt Stulz 30 Jahre in Gemeinderat und Ortschaftsrat sowie als Ortsvorsteher die Geschicke des Ortes mit. Besonderen Wert legte Stulz auf ein sauberes und schönes Ortsbild. Er legte oft auch selbst Hand an, wenn es ihm nicht schnell genug ging. Beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ 1973 war er maßgeblich dabei und wurde als Gründungsmitglied der Jumelage von der französischen Partnerstadt Machecoul zum Ehrenbürger ernannt.

Großes Interesse am Dorfgeschehen

Nach dem Ausscheiden aus der aktiven Kommunalpolitik nahm er weiterhin an Versammlungen teil und interessierte sich für das Dorfgeschehen. So regte es ihn auch manchmal auf, wenn die Dinge seiner Meinung nach nicht richtig liefen. Viele Jahre wirkte er noch im Betrieb seiner Kinder mit, erledigte Kurierdienste und war viel mit seinem Auto unterwegs bis es altersbedingt nicht mehr möglich war. Um Kurt Stulz trauert seine Frau Christa, zwei Töchter, drei Söhne mit Ehepartnern und 13 Enkel.