Ühlingen-Birkendorf Im Gemeinderat gibt es eine Vorschau auf den dritten Bauabschnitt der Ortskernsanierung Ühlingen

Die Ortskernsanierung in Ühlingen soll 2018 fortgesetzt werden. Die Finanzplanung und weitere Details werden im Gemeinderat vorgestellt.

Nachdem bereits die Bauabschnitte eins und zwei der Ortskernsanierung Ühlingen Ende 2015 fertiggestellt wurden, 2016 wegen des 1200-jährigen Bestehens der Schlüchttalgemeinde keine Baumaßnahmen angesagt waren, „sollen 2018 die Bagger wieder rollen“, sagte Bürgermeister Tobias Gantert. Der dritte Bauabschnitt ist in der Finanzplanung für 2018 vorgesehen. Kosten soll er 630 000 Euro. Für die Umgestaltung des ehemaligen Kurparks kämen dazu noch Kosten in Höhe von 225 000 Euro.

Der dritte Bauabschnitt der Ortskernsanierung in Ühlingen beginnt bei der Schlüchtbrücke, führt am Rathaus vorbei und verläuft bis zur Kreuzung Hauptstraße, Badstraße und der Straße Im Vorderdorf, rund 200 Meter. Ernst Kaiser vom gleichnamigen Planungsbüro, der schon die ersten beiden Bauabschnitte geplant hatte, stellte die Baumaßnahmen des dritten Abschnitts vor. Vorab sind Anliegergespräche geführt worden, wobei der Planer auf viel Verständnis stieß.

Im Wesentlichen geht es im Verlauf des Abschnitts um die Entschärfung der Kurve beim Rathaus, dabei ist geplant, aus Sicherheitsgründen die beiden bestehenden Parkplätze vor dem Rathaus wegfallen zu lassen und eine kleine Grünanlage einzurichten. Im weiteren Verlauf steht die Erneuerung der Mauer zum Kurpark an, wobei Kaiser den Park nicht streng durch eine Mauer abschotten, sondern die Rasenfläche bis zum Gehweg ausdehnen möchte. Die Mauer selbst verbliebe dann beim bestehenden Brunnen und der mächtigen Blutbuche. Jetzt stehen noch Gespräche mit der Straßenbauverwaltung und den Versorgungsträgern an.

Über die Neugestaltung des ehemaligen Kurparks informierte Landschaftsarchitekt Christian Burkhard. Die als Mehrgenerationenplatz konzipierte Anlage wird zwei Eingänge von der Hauptstraße aus erhalten, wobei Barrierefreiheit gewährleistet wird. Die Wege werden serpentinenförmig angelegt. Es wird bei einer Rasenfläche bleiben mit Einfassung durch Sträucher. Als Angebote für Kinder könnten kleinere Spielgeräte (kein Spielplatz) installiert werden. Möglich wäre es auch, das Element Wasser mit einem kleinen Wasserlauf zu integrieren. Im oberen Bereich ist ein Bouleplatz angedacht.

Ortsvorsteher Klaus Müller betonte, dass der Planungsentwurf bei den Bürgern große Akzeptanz gefunden habe. Die Neugestaltung wird mit 60 Prozent bezuschusst. Gemeinderat Albert Baumeister findet die Kosten dennoch zu hoch. Wolfgang Frech hingegen betonte, dass man die Chance nutzen solle, allein schon wegen der Zuschüsse. „Man muss den Platz aufwerten, damit er genutzt wird“, so auch die Meinung von Bürgermeister Gantert. Gemeinderat Peter Meyer schlug vor, die Kosten auf maximal 200 000 Euro zu deckeln. Entschieden wird im Zuge der Haushaltsberatungen.

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