Der Gemeinde Grafenhausen sind in den vergangenen Monaten und Jahren viele moderne Lichter aufgegangen: Sie hat Stück für Stück die Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Technik umgestellt. "Die letzten Lampen im Gemeindegebiet werden in diesem Monat umgestellt", sagte Bürgermeister Christian Behringer. Bewusst hatte er die Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD), für die Übergabe des Zertifikats über die Einsparungen von Treibhausgasemissionen, an die Heizzentrale des örtlichen Nahwärmenetzes eingeladen.

"Das sind alles Signale nach außen dafür, dass wir uns aktiv am Klimaschutz beteiligen", so Behringer. Für Rita Schwarzelühr-Sutter war es gewissermaßen auch ein Herzensanliegen, die Anerkennung für die Maßnahme persönlich zu überbringen. "Wir fördern mit der nationalen Klimaschutzinitiative Kommunen, die sich auf den Weg machen, Treibhausgase, wie hier CO2 einzusparen. Die Gemeinde Grafenhausen spart mit dieser Maßnahme 242 Tonnen pro Jahr insgesamt ein", lobte die Staatssekretärin.

Die Investition für die Umstellung der Straßenlaternen hatte für die Gemeinde insgesamt 120 000 Euro betragen. 20 Prozent gibt es dafür vom Bundesumweltministerium. Das ist insofern ein Zuckerl obendrauf, als die Maßnahme sich für die Gemeinde in einem relativ kurzen Zeitraum von rund fünf Jahren amortisiert, wie auch Bürgermeister Christian Behringer betonte.

Einen viel größeren Betrag – fünf Millionen Euro über die vergangenen Jahre – hat die Gemeinde mit ihrem gemeindeeigenen Nahwärmenetz ausgegeben. Damit würden jährlich sogar 1500 Tonnen CO2 beziehungsweise 500 000 Liter Heizöl eingespart. Die Staatssekretärin nahm gerne Bezug auf diese Bemühungen: "Wir stehen hier ja auch vor der Heizzentrale für das örtliche Nahwärmenetz, das mit Holzhackschnitzel betrieben wird. Also man merkt, dass die Gemeinde Grafenhausen sich überlegt, wie sie dazu beitragen kann, Treibhausgase einzusparen und wie man die Klimaveränderung stoppen kann. 180 Haushalte, die da jetzt angeschlossen sind, sind natürlich eine Hausnummer für Grafenhausen. Kommt hinzu, dass eigenes Restholz verwertet werden kann, auch das ist wichtig und trägt zum großen Ganzen bei."

Für Rita Schwarzelühr-Sutter war der Termin hier im Schwarzwald natürlich ein Heimspiel in ihrem Wahlkreis, was sie nicht zuletzt mit ihrer Robe unterstrich. Auf ihrem Rock war die Liedtextzeile "Schwarzwald oh Heimat, wie bist du so schön" gemeinsam mit Trachtenträgerinnen und Hirschlein abgedruckt. Auf Nachfrage verriet sie: "Ich finde, man muss auch die Kultur zeigen, die wir hier im Schwarzwald haben, Tradition, worauf wir stolz sein können und aber auch die Moderne. Wir bleiben ja nicht stehen, sondern entwickeln uns weiter und sind offen für neue Technologien. Und das möchte ich durchaus damit rüberbringen."