Die Gemeinde Ühlingen-Birkendorf möchte beim Klimaschutz mit dem Aufbau eines Energie-Managementsystems für kommunale Liegenschaften effizienter werden. Jetzt wurde der Beitritt zum Kommunalen Energieeffizienznetzwerks (KEEN) der Energieagentur Südwest beschlossen.

Beitritt in die Netzwerke

Bereits 2016 ließ der Gemeinderat ein Klimaschutzkonzept durch die Badenova erstellen unter Beteiligung interessierter Bürger. Am Ende standen 13 Maßnahmen, die man umsetzen möchte. Doch manches ist nicht so leicht umzusetzen, deshalb der Beitritt in die Netzwerke (KEEN). Aus einer zentralen Datenerfassung lassen sich über die Energieagentur Südwest konkrete Maßnahmen zur Energieeinsparung ableiten. Die Energieagentur bietet auch die Erstellung von Sanierungsfahrplänen für kommunale Gebäude an.

Kläranlage Ühlingen

Optimiert wird bereits die Energieeffizienz der Kläranlage Ühlingen durch Umbau der solaren Klärschlammtrocknung, einer neuen Wärmepumpe und Erweiterung der Photovoltaikanlage. 82 000 Euro sind im Haushalt vorgesehen. Auch auf dem Dach des Rathauses in Ühlingen soll eine solche Anlage installiert werden, dazu sind 36 000 Euro bereitgestellt.

„Bei den 13 Maßnahmen möchten wir uns auf den Aufbau eines Energiemanagementsystems für kommunale Liegenschaften und den Aufbau einer Energieberatung für die Bürgerinnen und Bürger fokussieren“, betonte Bürgermeister Tobias Gantert. Die Bürger sollen von einer zentralen Energieberatungsstelle mit monatlichen Terminen vor Ort profitieren; Start könnte im September sein.

Noch Luft nach oben ist beim Management der Hackschnitzelheizungen vorhanden. „Ziel muss es sein, dass von der Herstellung über die Lagerung, den Transport bis zum Verbrennen der Hackschnitzel alles in einer Hand liegt“, so Tobias Gantert. Hauptamtliche Hausmeistern sollen als Energiemanager agieren: Klaus Müller ist für Rathaus, Schule, Halle und Kita in Ühlingen zuständig; Gerlinde Fleig für das Haus des Gastes und die Schule in Birkendorf.

Suche nach guten Partnern

Für die übrigen gemeindeeigenen Gebäude gibt es entweder keine Hausmeister oder wie in den Hallen Berau, Unter- und Obermettingen nur Mini-Jobber. Somit steht die Frage nach einem weiteren hauptamtlichen Hausmeister im Raum. „Etwas Zeit in Anspruch genommen hat das Finden von guten Partnern, die sich im Bereich der Einzelmaßnahmen auskennen und uns unterstützen können“, sagte Bürgermeister Tobias Gantert.

Dass eine Optimierung der Energieeffizienz nicht einfach ist, hob Gemeinderat Norbert Schwarz hervor. „Der Wille ist da. Ich weiss auch um die Energie fressende Bühnenbeleuchtung im Haus des Gastes, doch es finden sich schwerlich kompetente Planer“, so Schwarz.