Der Gemeinderat billigte einstimmig den Vollzug des Forsthaushalts 2018, der vom stellvertretenden Forstamtsleiter Josef Frommherz dem Gremium vorgestellt wurde. „Es war kein besonders erfolgreiches Jahr“, kommentierte Bürgermeister Tobias Gantert das Ergebnis und er fügte hinzu: „Durch den Borkenkäfer wird ein Vermögen vernichtet.“ Im Plan hatte man von einen Gewinn von 112 400 Euro gerechnet, unterm Strich schloss der Forstbetrieb mit einem Defizit von 2697 Euro ab.

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„Es ist keine Überraschung. Wir haben mit einer roten Null abgeschlossen“, so Josef Frommherz zum Abschluss des Forsthaushalts 2018. 2018 war ein extremes Jahr mit Sturm Burglind, der 9400 Festmeter Holz im Gemeindewald auf den Boden brachte, der extremen Trockenheit und der Borkenkäfer-Massenvermehrung. 6800 Festmeter Käferholz mussten geschlagen werden und bereits in diesem Jahr wurden 5350 Festmeter Käferholz geschlagen.

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Sah der Plan für 2018 einen Holzeinschlag von 8200 Festmetern vor, so lag dann das Ergebnis bei 17 560 Festmetern. Lediglich sieben Prozent war planmäßige Nutzung, 93 Prozent Zwangsnutzung ( 54 Prozent Sturmholz und 39 Prozent Käferholz). Im Gemeindewald musste deshalb erheblich in die Aufarbeitung des Holzes investiert werden. Die Kosten der Holzernte lagen mit 368 000 Euro am Ende 200 000 Euro höher als geplant. Fazit: erstmals seit vielen Jahren konnte kein Gewinn erzielt werden.

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Aufgrund des Überangebots auf dem Holzmarkt verlief der Verkauf schleppend. Bis zum Jahresende konnten 7570 Festmeter nicht verkauft werden, ein Wert von rund 220 000 Euro. Hätte dieses Holz verkauft werden können, wären dadurch die Einnahmen in Höhe von rund 220 000 Euro generiert worden und 2018 hätte mit einem Überschuss abgeschlossen werden können.

Hiebplan für 2019

Der Hiebplan für 2019 sieht 7500 Festmeter vor, wobei 5900 Festmeter, vorwiegend Sturm- und Käferholz bereits geschlagen sind und Einnahmen in Höhe von 274 000 bei Ausgaben von 200 000 Euro feststehen, doch weitere Prognosen auf das laufende Jahr kann Josef Frommherz nicht geben. Ortsvorsteher Klaus Müller sprach den Wegebau an.

„Das Ergebnis ist keine Überraschung. Wir haben mit einer roten Null abgeschlossen.“ Josef Frommherz, stellvertretender Forstamtsleiter.
„Das Ergebnis ist keine Überraschung. Wir haben mit einer roten Null abgeschlossen.“ Josef Frommherz, stellvertretender Forstamtsleiter. | Bild: Werner Steinhart

Hier zu investieren sieht Gemeinderat Norbert Schwarz als problematisch an, denn ohne Gewinn aus dem Wald wird es nicht gehen. Josef Frommherz sprach auch die anstehende Zwischenprüfung an, die jeweils nach fünf Jahren der Forsteinrichtungsperiode in diesem Jahr ansteht. Hier wird man diskutieren müssen, ob die erhöhten Holzanfälle auf den Hiebsatz angerechnet werden können, ob es zu einer Pflanzung neuer Kulturflächen wegen des Sturmes kommen kann und man wird den Forstschutz ansprechen müssen.