Gut besucht war die Bürgerversammlung in der Schlüchttalhalle. "Was wir sind, was wir haben und was kommt – damit können wir zufrieden, glücklich und dankbar sein", so das Fazit von Ortsvorsteher Klaus Müller. Die größten Investitionen 2018 waren rund 100.000 Euro in Sachen Ortskernsanierung, 38.000 Euro im Rathaus für die Akustik im Sitzungssaal, 20.000 Euro für den Kindergarten und 44.000 Euro für ein Mulchgerät für den Bauhof.

Investitionen 2019: Im Mittelpunkt steht der 3. Bauabschnitt der Ortskernsanierung für 1,4 Millionen Euro. In diesen Bereich gehört auch die bereits begonnene Neugestaltung des Mehr-Generationen-Parks für 225.000 Euro und die Platzgestaltung Schlüchtdreieck zwischen Apotheke und Posthorn für 65.000 Euro. Der Ruheraum in der Einsegnungshalle kostet 48.000 Euro. Für den Kindergarten sind 53.000 Euro und die Sanierung der Schlüchttal-Schule 85.000 Euro vorgesehen. Aus dem Orts-Budget sind 2019 Ausgaben in Höhe von 18.000 Euro geplant, darunter 4000 Euro für die Sanierung des Kinderspielplatzes.

Schlüchttal-Schule: Die neue Schulleiterin, Rotraut Neubauer,nah stellte sich in der Bürgerversammlung vor. Sie begann ihre berufliche Laufbahn vor 19 Jahren in Grafenhausen, wechselte dann nach Kirchheim unter Teck und kehrte 2018 in den Schwarzwald zurück. Für Rotraut Neubauer ist die Werkrealschule eine Schulart mit einem wertvollen Konzept, insbesondere auch für die ländlichen Regionen. Sie schätzt die Praxisnähe der Schule und lobt die Zusammenarbeit mit dem Schulträger. "Die Schlüchttal-Schule hat eine Zukunftsperspektive, wurde ihr doch seitens des Staatlichen Schulamts Bestandsschutz zugesprochen", so Neubauer. Jetzt sei man auf dem Weg zur Naturparkschule.

Wegkreuze: Die Renovation von Wegkreuzen ist dem Ortschaftsrat eine wichtige Angelegenheit, sind es doch Kleindenkmäler, Mahnmale, die auf ein Unglück oder Schicksalsschlag hinwiesen und zur Erinnerung aufgestellt werden. Im vergangenen Jahr wurden die Steinkreuze bei der Grotte und im Holz für rund 1300 Euro von einem Steinmetz restauriert. Das Metallkreuz an der Straße zur Jakobus-Kapelle wurde von Klaus Müller und Andreas Rüde saniert.

Kommunalwahlen: "Gehen Sie zum Wählen", appellierte Bürgermeister Tobias Gantert an die Bürgerinnen und Bürger. In diesem Jahr wird es in Ühlingen-Birkendorf keine unechte Teilortswahl mehr geben, was sicherlich in manchen Ortsteilen Einschnitte geben wird. Die 18 Kandidaten mit den meisten Stimmen, egal aus welchem Ortsteil, sind in den Gemeinderat gewählt. Auch beim Ortschaftsrat gibt es eine Änderung, erstmals wird eine Liste mit allen Kandidaten aufgestellt. Ortsvorsteher Klaus Müller gab bekannt, dass er für die nächsten fünf Jahre noch einmal als Ortsvorstehers zur Verfügung stehe.

Bürgerfragen: Klaus Schäfer kritisierte, dass immer mehr Robidog-Hundetüten einfach im Wald entsorgt werden. Auch wollte er wissen, warum die einst geplante Öffnung zur Schlücht zwischen Apotheke und Posthorn nicht verwirklicht werde. "Dazu gibt es eine neue Planung", so Ortsvorsteher Klaus Müller. Werner Kraus aus der Badstraße wollte wissen, wie er während der Ortskernsanierung zu seinem Haus kommen wird. Das werde auf jeden Fall möglich sein, so der Ortsvorsteher. Thomas Bäuerle sprach das Gebäude beim früheren Schwimmbad an. Laut Ortsvorsteher ist der Verkauf gescheitert und die Fläche nun als Reserve für ein Gewerbegebiet vorgesehen.