Grafenhausens Bürgermeister Christian Behringer ist seit vier Jahrzehnten im Öffentlichen Dienst tätig. Im Rahmen der jüngsten öffentlichen Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend im Schwarzwaldhaus der Sinne überreichte Landrat Martin Kistler dem Geehrten eine Dankesurkunde des Landes Baden-Württemberg, die von Ministerpräsident Winfried Kretschmann unterzeichnet wurde.

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An der nicht alltäglichen Gemeinderatssitzung, die von Bürgermeisterstellvertreter Dominik Seidler souverän geleitet wurde, waren die Zuhörerreihen gut besetzt. Und dies nicht ohne Grund: Stand doch als wichtigster Punkt die Feier des 40-jährigen Diensts von Bürgermeister Christian Behringer auf der Tagesordnung. So konnte Seidler unter anderem Landrat Martin Kistler, Altbürgermeister Erich Kiefer, Mitarbeiter der Gemeinde Grafenhausen, Vertreter der Schlüchttal-Schule und der Feuerwehr sowie die Lebensgefährtin des Geehrten, Miriam Gatti, zu der Feierstunde willkommen heißen.

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Als Christian Behringer in den Öffentlichen Dienst eintrat, wurde Karl Carstens Bundespräsident, die Sommerzeit wurde eingeführt und der HSV war Deutscher Fußballmeister. In seiner Rede hielt der Bürgermeisterstellvertreter auch fest, dass Christian Behringer nicht nur privat mit dem Mountainbike, sondern auch kommunalpolitisch in vielen Bereichen sportlich unterwegs sei.

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Als Beispiel nannte Seidler den dauerhaften Rothaus Mudiator Parcours, der vor Kurzem der Öffentlichkeit übergeben wurde. Nicht nur bei politischen Entscheidungen, sondern auch bei den Kommunalwahlen sei Behringer immer zielstrebig und ehrgeizig unterwegs. „So wollte er auch weiterhin die Gemeinde Grafenhausen im Kreistag vertreten und wiedergewählt werden“, erinnerte sich Dominik Seidler. Auch wenn er bei seinem Wechsel von der CDU-Liste zu den Freien Wählern einige Parteifreunde verärgert habe, so sei es immer sein Ziel gewesen, Grafenhausen voran zu bringen. Dieses Ziel habe er mit 900 Stimmen mehr als bei der Kommunalwahl 2014 auch erreicht und sei wieder im Kreistag vertreten.

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Weiterhin rief der Bürgermeisterstellvertreter zahlreiche Projekte in Erinnerung, die in Behringers Amtszeit umgesetzt wurden. „Der Bürgermeister hat das richtige Händchen für Zuschüsse“, betonte Dominik Seidler und hoffte abschließend, begleitet von lang anhaltendem Applaus, dass er auch in seiner zweiten Amtszeit weiterhin viel Engagement an den Tag legen werde.

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Landrat Martin Kistler bedankte sich bei Christian Behringer in seiner Ansprache für die gute Zusammenarbeit mit dem Landratsamt sowie für die ehrenamtliche Tätigkeit als Kreisrat und überreichte ihm abschließend die Urkunde zum 40-jährigen Öffentlichen Dienst, die vom Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann unterzeichnet worden war.

Der berufliche Werdegang von Christian Behringer

  • Die Anfänge: Landrat Martin Kistler ließ die beruflichen Stationen von Christian Behringer der vergangenen 40 Jahre Revue passieren. Demnach begann Behringer 1977 seine Ausbildung zum Zollbeamten. Nach dem Abschluss war er sieben Monate als Zollbeamter beim Hauptzollamt in Singen tätig. Es folgte ein knapp zweijähriger Schulbesuch zur Erlangung der Fachhochschulreife, bevor der Grundwehrdienst bei der Bundeswehr begann. In der Folge begann Christian Behringer im Oktober 1982 die Ausbildung zum Polizeibeamten, die, so Kistler, im direkten Anschluss in die hauptberufliche Tätigkeit als Polizeibeamter in Konstanz mündete und bis Sommer 1990 dauerte. Danach entschloss sich Behringer zu einer Ausbildung im gehobenen Verwaltungsdienst, zunächst in der Praxis bei der Gemeinde Mühlhausen-Ehingen und dem Landratsamt Konstanz. Anschließend ging es für zwei Jahre zum Studium an die Fachhochschule Kehl.
  • Weitere Stationen: Zwei Jahre Hauptamt und Baurechtsamt beim Landratsamt Konstanz, elf Jahre stellvertretender Geschäftsführer und Kämmerer beim Gemeindeverwaltungsverband Höri, ab August 2007 Kämmerer und Hauptamtsleiter der Gemeinde Schluchsee. Am 26. September 2010 wurde Christian Behringer zum Bürgermeister von Grafenhausen gewählt und nach acht Jahren im vergangenen Herbst für eine weitere Amtszeit bestätigt. „So wie Sie ihren bisherigen Lebenslauf durch stetige Fortbildung und das Bestreben, beruflich voranzukommen, gestaltet haben, agieren Sie auch als Bürgermeister: Die Gemeinde Grafenhausen soll vorangebracht werden“, so Kistler.