Die verschollen geglaubte "Amerikafahrt" von Heinrich-Ernst Kromer ist ab sofort in einer neuen Auflage erhältlich. Diese Neuauflage basiert auf der ersten Auflage des L. Staackmann Verlags in Leipzig von 1935. Das Buch wurde mit Bildern Heinrich-Ernst Kromers, die sich im Privatbesitz befinden, bereichert. Außerdem wurde eine Zeichnung Kromers von seinem Vater aus dem Jahr 1897, die im Besitz des Landkreises ist, in das Buch aufgenommen.

Buch über den Vater

Initiator dieser Neuauflage ist Günter Hofmann, der Vorsitzende der Heinrich-Ernst-Kromer-Gesellschaft Riedern am Wald. Er wurde von Vorstandsmitgliedern tatkräftig unterstützt. Barbara Dörr, Irmgard Blatter-Kramhöller und Elisabeth Baumeister haben bei der Umsetzung dieses Vorhabens mitgewirkt. Über die Goldgräberjahre des Schwarzwälder Bauernsohns Dorus Kromer hat der Sohn Heinrich-Ernst das Buch "Die Amerikafahrt" über seinen Vater geschrieben. Etwa 100 eng beschriebene Briefseiten und etliche Nachträge dienten dem Autor als Grundlage für die Erzählungen. Erst ungefähr 30 Jahre nachdem Kromer die Informationen und Aufzeichnungen über die Amerikafahrten von seinem Vater erhalten hat, entstand sein Werk "Die Amerikafahrt". Heinrich-Ernst Kromer war selbst nie in Amerika.

Späte Ehre

Der Heinrich-Ernst Kromer Gesellschaft, die 1991 gegründet wurde, ist es gelungen, den in Riedern am Wald geborenen Maler, Schriftsteller und Bildhauer zur verdienten Bekanntheit zu führen, die ihm zu Lebzeiten nicht zuteilwurde. Die Gesellschaft veranstaltet regelmäßig interessante Lesungen aus verschiedenen Werken und mit unterschiedlichen Schwerpunkten von Kromers Schaffen.

Unterstützung bei der Recherche

Im September findet eine neue Ausstellung im Kloster in Riedern statt. "Ich freue mich sehr, dass ich bei meinen Klosterführungen die 'Amerikafahrt' wieder anbieten kann", so Irmgard Blatter-Kramhöller. Der Gesellschaft war es wichtig, dass das Werk rechtzeitig zur Aufführung "Zwischen den Welten" des Theatervereins Zeitschleuse vorliegt. Bei den Recherchen für das Rollenbuch "Zwischen den Welten", das von der Amerikafahrt handelt, wurde der Theaterverein von der Heinrich-Ernst-Kromer-Gesellschaft, besonders von Irmgard Blatter-Kramhöller, Günter Hofmann und Manfred Schropp, mit viel Hintergrundwissen unterstützt.