„Die Integration vieler seit Längerem betreuter Menschen ist bereits weiter gut fortgeschritten“, darüber freute sich Annette Schwarz, Integrationsmanagerin in Ühlingen-Birkendorf in ihrem Lagebericht in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Mit Corinna Schwarz betreut sie aktuell 63 geflüchtete Personen (59 in Ühlingen-Birkendorf und vier in Grafenhausen). Obwohl die Integration positiv fortgeschritten sei, möchte das Integrationsmanagement auf die ehrenamtlichen Helfer nicht verzichten.

Die Asylsuchenden

Seit 2018 ist Annette Schwarz als Integrationsmanagerin auf dem Rathaus in Ühlingen beschäftigt und fördert den individuellen Integrationsprozess von Flüchtlingen in der Anschlussunterbringung. Die Flüchtlinge sollen in die Lage versetzt werden, einen Überblick über die vorhandenen Strukturen und Angebote der Integration zu erhalten und diese selbstständig nutzen zu können. Um die Flüchtlinge zu unterstützen, ist es laut Annette Schwarz wichtig, die Bedarfe der geflüchteten Menschen kennenzulernen. Im Regelfall erfolge ein erstes Kennenlernen durch einen Besuch bei der Flüchtlingsfamilie, um eine Zusammenarbeit zu besprechen. Inzwischen kämen die Flüchtlinge aber auch verstärkt zu den Sprechstunden ins Rathaus.

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„Der beste Zugang zur Arbeit ist nach wie vor der Spracherwerb“, erklärt Annette Schwarz. In der Schlüchttal-Schule gebe es aktuell am Dienstagabend einen ehrenamtlich geleiteten Kurs, der es Flüchtlingen nach der Arbeit ermögliche, Deutsch zu lernen. Die Flüchtlingskinder besuchten die Kindergärten und Schulen sowohl in der Gemeinde mit Berau, Ühlingen und Untermettingen als auch Gymnasien im Landkreis. Bei Kindergarten- und Schulanmeldungen würden die Integrationsmanager den Eltern gerne helfen.

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Erfreulich sei, dass die Anzahl der betreuten Flüchtlinge in Praktikum, Arbeit, in Ausbildung, Minijob, Studium oder berufsvorbereitenden Maßnahmen weiter gestiegen sei. Erfreulich sei die Offenheit der örtlichen Betriebe, sagte Annette Schwarz. Zehn Personen haben demnach direkt bei den Arbeitgebern vor Ort Arbeit, Praktikum oder Ausbildungsplätze gefunden. Bei Bedarf unterstütze das Integrationsmanagement bei der Wohnungssuche.

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Erfreulich sei, dass die Integration ein positives Ergebnis zeige, Flüchtlinge hätten Kontakt zu ihren Nachbarn, seien in Gruppen oder Vereinen aktiv und mit dem Erwerb des deutschen Führerscheins seien einige selbst mobil. Es müsse aber auch festgestellt werden, so Annette Schwarz, dass selbst, wer schon längere Zeit hier sei und Arbeit habe, gut Deutsch könne oder studiere, weiter Hilfestellung bei der Vielzahl von unterschiedlichen und immer wieder neuen Anträgen bei Behörden und Ämtern brauche.

„Die Integration vieler seit Längerem betreuter Menschen ist bereits weiter gut fortgeschritten“, sagt Annette Schwarz, Integrationsmanagerin der Gemeinde Ühlingen-Birkendorf.
„Die Integration vieler seit Längerem betreuter Menschen ist bereits weiter gut fortgeschritten“, sagt Annette Schwarz, Integrationsmanagerin der Gemeinde Ühlingen-Birkendorf. | Bild: Werner Steinhart

Zu- und Wegzüge veränderten immer wieder die Personenkreise, mit denen es Annette und Corinna Schwarz zu tun haben, doch, so Annette Schwarz: „Das macht unsere Arbeit immer aufs Neue interessant und spannend.“ Bürgermeister Tobias Gantert dankte den beiden Frauen, die eine hervorragende Arbeit für die Flüchtlinge leisteten und auch fortsetzen werden. „Es ging bisher alles problemlos“, lautete das Lob des Rathauschefs.