Beste närrische Stimmung herrschte zum Auftakt des 37. Kleggau-Narrentreffens in der Narrenhochburg Birkendorf. Auch das Wetter meinte es gut mit der veranstaltenden Narrenzunft Birkendorf. Nachdem bereits der ökumenische Gottesdienst zur Eröffnung sehr gut besucht war, fanden sich anschließend auch viele Zuschauer ein, um sich den stimmungsvollen Nachtumzug von 29 Zünften und Guggenmusiken in der Ortsmitte nicht entgehen zu lassen.

Während die Straßenfasnet in den Partyzelten rund um das Haus des Gastes richtig Fahrt aufnahm, erlebten die Besucher des Zunftabends im wunderschön geschmückten Saal unter der Regie von Manuel Dörflinger ein brillantes und kurzweiliges Programm-Feuerwerk. Zum Auftakt begrüßten die beiden Zunftmeister, Rombach Wiibli Michael Werner und Elferrat Axel Schmidt (der auch die Moderation des Abends übernahm), mit den Gardemädchen Naemi Dörflinger und Alicia Schmidt zu dem passenden Song „Mir fanget a, mir fanget a“ das bestens gestimmte närrische Publikum. Für ihre flotten Tänze wurden die Gardemädchen begeistert beklatscht.

Mit der Geschichte vom Rombachwiibli zogen Anita Morath als ruheloser ruheloser Rombachwiibli-Geist und Markus Hirzle als Gesangstalent in der Doppelrolle als Rombach-Bauer und Knecht (an der Gitarre begleitet von Manuel Dörflinger) die Besucher magisch in ihren Bann. Eifrig beklatscht wurde auch die Tanzpremiere der Narrenvereinigung Rothauser Land von einigen Tannenholzschrättele, Galgenvögeln und Rombachwiibli.

Mit einem Programmhöhepunkt begeisterten „als geilste Typen der Welt“ Manuel Dörflinger als amerikanischer Präsident Donald Trump, der es sich nicht nehmen ließ, mal schnell ein Dekret zum Nutzungsverbot für alle Hexen für die Damentoilette zu erlassen, gemeinsam mit Domic Krey als Wladimir Putin und Alexander Cugno als Recep Tayyip Erdogan.

Dass richtiges Schwarzwälder Speckessen gar nicht so einfach ist, zeigten die Elferräte bei ihrem Schwarzwälder Specktanz mit den Zwiebelchen Rafaela Dörflinger und Kim-Lauren Puschner. Mit ihren möglichen Konfliktstrategien und Harmonieversuchen für ein gutes deutsch-schweizerische Verhältnis, getreu dem Motto „Nachbarn reicht uns die Hand, wir geben Franken und ihr euer Land“, erheiterten Manuel Dörflinger, Martin Cugno und Kerstin Heller mit ihrem tollen Gesangsbeitrag als Schweizer Landsmänner die Zuschauer. Für beste musikalische Stimmung sorgten in den Pausen die Haslach Hallodris. Dicht umdrängt war anschließend vor dem Haus des Gastes der Auftritt der Schlosshexen Tiengen mit ihren wagemutigen Sprüngen durch das Feuer sowie ihre Pyramiden. In den Partyzelten und auf den Plätzen wurde noch bis spät in die Nacht gefeiert.