Es ist eine lieb gewonnene Tradition, dass das Obermettinger Salonorchester unter der Leitung von Martin Junginger sein Jahreskonzert am Ort seiner Gründung vor 94 Jahren in Obermettingen zu Gehör bringt. Das aktuelle Konzert stand unter dem Motto „Aber bitte mit Sahne“ und so manches Sahnehäubchen war denn auch im Gemeindesaal zu hören.

Passende Bewirtung

Der Gemeindesaal in Obermettingen war vollständig besetzt, das ist auch ein Zeichen für die Beliebtheit und den Bekanntheitsgrad des Salonorchesters. Viele Besucher scheuten den Weg nicht und kamen nach Obermettingen. Das Konzert war eine gemeinsame Aktion des Orchesters mit dem Dorfentwicklungsverein Obermettingen, der für die Organisation sowie für die Bewirtung mit Kaffee und Kuchen sorgte – zum Programm passend auch mit Sahne.

„Radetzkymarsch“ als Beginn

Draußen war es ein trüber, nebliger Novembertag und im Saal ein ansprechender, nostalgischer musikalischer Nachmittag mit Wiener Kaffeehausmusik. Und so begann der Nachmittag flott mit dem „Radetzkymarsch“. Wiener Walzer gehören zum ständigen Repertoire des Obermettinger Salonorchesters. Mit dem Johann-Strauss-Walzer „Geschichten aus dem Wienerwald“ zeigten die Orchestermitglieder ihr Können.

Debüt mit der Harfe

Neu im Ensemble eine Harfenspielerin, die bei diesem Walzer ihr solistisches Debüt geben konnte. Was wäre das Orchester ohne Zigeunermusik. Mit einigen Kostproben wurden die Zuhörer in eine Puszta-Stimmung versetzt. Musikstücke, wie „Die Schwarzwaldfahrt“ oder „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“, begeisterten die Gäste und das Orchester erhielt viel Beifall.

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Tanja Saedler kam gut an mit ihrem Gesangssolo zum Thema des Konzerts, Udo Jürgens’ Lied „Aber bitte mit Sahne“. Weinseligkeit zu vorgerückter Stunde gab es mit dem Lied vom „Chianti Wein“, zum Mitsingen animiert wurde das Publikum mit Udo Jürgens’ „Griechischer Wein“ und der ganze Saal sang begeistert mit. Dirigent und Stehgeiger Martin Junginger führte unterhaltsam durch das Programm. Er versuchte sich auch als Rapper, was aber nicht die Zukunft des Orchesters ist.

Nächster Auftritt am 6. Januar

Doch was die Zukunft des OSO betrifft, so Junginger, würde man gerne neue Musiker aufnehmen. Mit dem Stück „Amazing Grace“ ging dieser rundum gelungene Novembernachmittag zu Ende. Doch ohne Zugabe wollte das Publikum die Musiker nicht von der Bühne gehen lassen. Mit einem „Dankeschön, auf Wiedersehen“ verabschiedeten sich die Musiker. Das Orchester ist am 6. Januar, 15 Uhr, im Kurhaus in Höchenschwand wieder zu hören.