Mit einem Tag der offenen Tür präsentierte sich die neue DRK-Rettungswache im Ühlinger Gewerbegebiet. Die neue Unterkunft für Rettungsfahrzeug und Rettungssanitäter in der ehemaligen Werkstatt der Firma Karl Beck bietet den notwendigen Platz für die Einrichtung. Somit gehören die beengten Verhältnisse im Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Ühlingen der Vergangenheit an.

Freude über die neue DRK-Rettungswache in Ühlingen (von links): Ühlingens Ortsvorsteher Klaus Müller, Bianka Stucke (Rettungswache Ühlingen), Günter Kaiser (Vorsitzender DRK-Kreisverband Waldshut), Stefan Meister (Geschäftsführer DRK-Kreisverband Waldshut), Patrick Frey (Leiter der Integrierten Leitstelle Waldshut), Johannes Nettlau (Leiter Rettungswachen), Heiko Zimmermann (Rettungsdienstleiter) und Hans-Werner Schlett (Kreisbereitschaftsleiter).
Freude über die neue DRK-Rettungswache in Ühlingen (von links): Ühlingens Ortsvorsteher Klaus Müller, Bianka Stucke (Rettungswache Ühlingen), Günter Kaiser (Vorsitzender DRK-Kreisverband Waldshut), Stefan Meister (Geschäftsführer DRK-Kreisverband Waldshut), Patrick Frey (Leiter der Integrierten Leitstelle Waldshut), Johannes Nettlau (Leiter Rettungswachen), Heiko Zimmermann (Rettungsdienstleiter) und Hans-Werner Schlett (Kreisbereitschaftsleiter). | Bild: Werner Steinhart

Seit fünf Jahren hat Ühlingen eine DRK-Rettungswache. Günter Kaiser, Vorsitzender des DRK-Kreisverbands Waldshut, erinnerte sich an den Sommer 2014, als die Sitzung des Bereichsausschusses die Genehmigung zur Einrichtung einer DRK-Rettungswache gab, da es in der Schlüchttalregion Versorgungslücken gab. In der Kürze der Zeit musste eine Voraussetzung für die Rettungswache geschaffen werden. Hier half die Feuerwehr Ühlingen, die zusammenrückte und für das Rettungsfahrzeug einen Raum schuf. Dass dies keine endgültige Lösung war, stand schon damals fest. „Es war ein Provisorium“, so Günter Kaiser.

Bisher kein 24-Stunden-Service

Die DRK-Rettungswache ist an den Werktagen von 8 bis 20 Uhr besetzt. Dass die Bevölkerung im Oberen Schlüchttal einen 24-Stunden-Service wünscht, sei laut Kaiser verständlich. „Wenn die Anzahl der Einsätze steigt, muss darüber nachgedacht werden. Wir bleiben am Ball mit den 24 Stunden“, betonte Günter Kaiser. Er dankte der Feuerwehr Ühlingen für die bisherige Bereitstellung des Raumes.

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Es war eine gute Zusammenarbeit mit DRK und Feuerwehr, hob Ühlingens Ortsvorsteher Klaus Müller hervor und fügte an: „Es war ein Erfolgsmodell und hat immer perfekt funktioniert.“ Der Ortsvorsteher sprach allen ein herzliches Dankeschön aus. „Jetzt allerdings sind die Räumlichkeiten optimal.“ Die DRK-Rettungswache zog in die ehemaligen Werkstatträume der Firma Karl Beck im Ühlinger Gewerbegebiet Baumwiesen ein.

Werktags mit zwei Personen besetzt

Die Leiterin der Ühlinger Rettungswache Bianka Stucke denkt zwar noch mit Wehmut an den ehemaligen Standort im Feuerwehrgerätehaus zurück, doch zeigte sie mit Freude die neuen großzügigen Räumlichkeiten. Es ist genügend Platz für das Rettungsfahrzeug. Daneben gibt es einen gemütlichen Aufenthaltsraum, Büro und Küche, Umkleideräume mit Dusche und einen Desinfektionsraum. Die Rettungswachse ist ständig mit zwei Personen besetzt.

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Eine Schauübung zeigte die Zusammenarbeit der Rettungsdienste DRK und Feuerwehr. DRK-Kreisbereitschaftsleiter Hans-Werner Schlett kommentierte das Geschehen der Rettungskräfte. Angenommen wurde ein Verkehrsunfall mit Verletzten. Eindrucksvoll demonstrierten Rettungssanitäter die Abfolge einer Bergung eines Verletzten, die Feuerwehr vor Ort hatte zuvor das Dach des Autos entfernt, sodass mit der Rettung begonnen werden konnte – von der Stabilisierung des Verletzten bis hin zur Abfahrt mit dem Rettungswagen.

Der Verletzte wird ins Rettungsfahrzeug gebracht, die Feuerwehr unterstützt das DRK.
Der Verletzte wird ins Rettungsfahrzeug gebracht, die Feuerwehr unterstützt das DRK. | Bild: Werner Steinhart

Zahlreiche Gäste zeigten sich an der Übung und am Tag der offenen Tür interessiert, ebenfalls an der Fahrzeugschau mit Rettungswagen, Katastrophenschutzfahrzeug des DRK-Ortsverbands Schlüchttal, dem Notarztfahrzeug Audi Q5 oder der Feldküche des DRK Steinatal, die die Bewirtung übernahm.

Der DRK Ortsverein Steinatal versorgte die Besucher beim Tag der offenen Tür der neuen Rettungswache in Ühlingen mit Gulaschsuppe aus der Feldküche.
Der DRK Ortsverein Steinatal versorgte die Besucher beim Tag der offenen Tür der neuen Rettungswache in Ühlingen mit Gulaschsuppe aus der Feldküche. | Bild: Werner Steinhart
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